His Divine Grace A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada


Viraha Astakam

Acht Gebete von A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada im Jahre 1959
an seinen spirituellen Meister, Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura Prabhupada


- Viraha Astastakam, Erstes Oktett - Die Krishna Prema Flut

1. Srila Prabhupada, Du leidest, wenn Du den leidvollen Zustand der jivas siehst. An diesem Tag der Trennung von Dir fühle ich nichts als Verlassenheit.

2. Nityananda Rama durchschnitt des Netz mayas. Er ist der flutende Ozean der Barmherzigkeit, welcher Liebe zu Gott verbreitete.

3. Diejenigen, den die Verantwortung übergeben wurde, diese Flut zu verbreiten, wurden von maya aufgehalten und darauf beschränkt, nur noch ritualistische Zeremonien zu verrichten.

4. Die jati-gosanis tragen hierfür die Verantwortung. Du, oh Meister, bist gekommen, die Deichpforten wiederum zu öffnen.

5. Noch einmal hast Du die Welt in der Flut der Liebe ertränkt -
selbst eine solch gefallene Seele und niedere Kreatur wie mich selbst.

6. Kraft der Anweisung Sri Caitanyas hast Du all deine Diener als gurus von Tür zu Tür geschickt, um die jivas zu befreien.

7. Überall - vom Ozean bis zum Himalaya - wurde gepredigt. Jetzt bist Du fort; es herrscht Dunkelheit.

8. Oh Srila Prabhupada, Du leidest, wenn Du das Leiden der jivas siehst; an diesem Tag der Trennung von Dir fühle ich nichts als Verlassenheit.


- Viraha Astastakam, Zweites Oktett - Die barmherzige Flut wurde aufgehalten

1. In gleicher Weise wie Advaita Acharya Sri Gauranga herbeigeholt hat, so hat Srila Bhaktivinoda Thakur für Dich gebetet.

2. Wegen seines Eifers bist Du gekommen und hast offenbart, daß Bharatavarsa heiliges Land ist.

3. Jemand, der im Lande Bharata geboren wird, sollte sein Leben vollkommen machen und dann zum Segen der ganzen Welt arbeiten.

4. Dies ist die "maha-mantra"-Botschaft, die Du überall gepredigt hast. In Deiner Abwesenheit herrscht überall Dunkelheit.

5. Der Ozean Deines Mitleids ist wiedereinmal aufgehalten worden.

6. Ohne Sri Caitanyas Botschaft herrscht nichts als Verwirrung. Jetzt spüren alle Vaishnavas die Schmerzen der Trennung.

7. Mayas gefesselte Seelen befinden sich wieder einmal in Dunkelheit. Sie suchen nach Frieden, doch sterben sie in einem uferlosen Ozean.

8. Oh Srila Prabhupada, Du leidest, wenn Du das Leid der jivas siehst; an diesem Tag der Trennung von Dir fühle ich nichts als Trostlosigkeit.


(restliche Übersetzung vom Englischen ins Deutsche
übersetzt von Wolfgang Burtscher 5/1999)

Drittes Oktett - Angewandtes Chanten und Predigen

1) Du hast jeden, den du getroffen hast, angewiesen,
den heiligen Namen von Sri Krishna zu chanten.
Du führtest das Beispiel des fortgesetzten Rezitierens
des maha-mantras in ihre Ohren vor.

2) Du hast jeden mit der Qualifikation ermächtigt,
diesen heiligen Namen weiter zu verteilen.
Doch nun, durch den Einfluß von maya,
gibt es auf allen Seiten nur Dunkelheit.

3) Die Seelen, die wirklich an die Verehrung des Herrn angehaftet sind,
singen und tanzen immer in freudigem sankirtana.
Indem sie den Fußspuren ihres spirituellen Meisters folgen,
erlösen sie die ganze Welt.

4) Doch jene, die keine solche Qualifikation haben, führen nirjana bhajana aus,
oder sogenannte intime Verehrung an einem abgelegenen Ort.
Indem sie so launenhaft handeln, bleiben alle von ihnen in Wirklichkeit
in persönliche Sinnenbefriedigung vertieft.

5) [Wie im Srimad Bhagavatam 10.33.30 gesagt wird:]
"Eine gewöhnliche Seele sollte niemals die Aktivitäten
des Höchsten Herrn imitieren, nicht einmal in Gedanken."
Gemäß diesen Anweisungen im hingebungsvollen Dienst
sind die unqualifizierten Imitatoren ruiniert.

6) Du predigtest "Nützlichkeit ist das Prinzip" -das
bedeutet, man soll ohne Anhaftung handeln
und alles, das man für geeignet hält,
im hingebungsvollen Dienst für den Herrn verwendet.

7) In solch losgelöstem hingebungsvollen Dienst für Sri Krishna
würde in jedem Haus ein Tempel eingerichtet sein.
Doch nun ist genau die gegenteilige Situation
überall sichtbar.

8) O Srila Prabhupada!
Du leidest persönlich darunter
das Leiden der gefallenen Seelen zu sehen.
An diesem Jahrestag deiner Trennung
bin ich völlig verzagt.

Viertes Oktett - Der eigentliche Sinn mißachtet

1) Alles in bezug auf materiellen Wohlstand als auch mystischer Vollkommenheit
ist in deiner transzendentalen Botschaft vollständig gegenwärtig.
"Weil die Bewohner von Vraja lebendig sind,
beschäftigen sie sich mit Predigtarbeit." (Dusta Mana Vers)

2) Die von Srila Visvanatha Cakravarti
[in seinem Kommentar zur Bhagavad-gita 2.41] erläuterte
"entschlossene Intelligenz" ("vyavasayatmika buddhi")
ist nun ruiniert, da deine Schüler in der verwirrenden Schlinge mayas
gefangen wurden.

3) Jene Schüler, die unentschlossen in der Ausführung von
hingebungsvollem Dienst gemäß deinen Anweisungen waren,
haben nun deine Mission in viele Fraktionen aufgespalten.
Es erscheint, daß die Tigerin der Begierde
nach materieller Reputation und Berühmtheit
erschienen ist und persönlich diesen Umbruch hervorgerufen hat.

4) Der eigentliche Sinn deiner Botschaft
wurde offenbar nicht von ihnen gehört.
O woher soll ich die Kraft erhalten
diesen hari-nama-sankirtana auszuführen?

5) Den heiligen Namen des Herrn zu chanten
ist die ausdrückliche Anweisung
meines verehrenswerten spirituellen Meisters.
Ich könnte niemals auf ehrliche Weise diese Anweisung mißachten.

6) Dein größter Ruhm ist, daß du
die höchste religiöse Kultur verbreitet hast.
Jeder, der den heiligen Namen von dir annimmt,
wird spirituell qualifiziert.

7) Wenn all jene, die diese Qualifikation erlangten,
aufbrechen und Schüler ausbilden würden,
dann würden die unglücklichen bedingten Seelen alle erlöst sein
aus dieser Welt der Geburt und des Todes.

8) O Srila Prabhupada!
Du leidest persönlich darunter
das Leiden der gefallenen Seelen zu sehen.
An diesem Jahrestag deiner Trennung
bin ich völlig verzagt.

Fünftes Oktett - Die Ermächtigung des Schülers ist verloren

1) Der gößte aller Mantren besteht aus zweiunddreißig [Devanagari-]
Buchstaben und lautet:
Hare Krsna Hare Krsna Krsna Krsna Hare Hare
Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare

Leute, die sich in der Gewalt großer Torheit befinden, lehnen es ab, ihn zu chanten.

2) Dein sogenannter Schüler, der Schakal mit dem Namen Ananta Vasudeva,
mißachtete deine letzten Anweisungen, die Mission zusammenzuhalten,
und verursachte dadurch ein skandalöses Fiasko.
Das Ergebnis dieser philosophischen Abweichung ist bis zum heutigen Tag sichtbar,
da nachahmende sahajiyas als Gurus in deinen Tempeln verehrt werden.

3) Kann auch nur ein einziger Tempel gefunden werden,
wo deine Anweisungen immer noch befolgt werden?
Wie gesagt wird: "punar musiko bhava" -jeder
wurde "wieder eine Maus".

4) Das Essen des Löwen wurde durch die
betrügerischen Tricks des Schakals weggestohlen.
Nun in mayas mächtigen Klauen gefangen
ist jeder auf Klagen und Weinen reduziert.

5) O Meister! Wenn du uns wieder barmherzig bist,
selbst obwohl wir hier gefangen sind
an den Gestaden des Ozean des Todes,
werden wir schließlich eine Besserung erblicken.

6) Dann werden wir uns wieder freudvoll
an den heiligen Namen Krishnas erinnern können,
und wieder werden wir festes Vertrauen
in deine "Vaikuntha Botschaften" haben.

7) Wieder wirst du uns zum Tanzen bringen
im reinen heiligen Namen Krishnas.
So wirst Du all die von maya verursachte Verwirrung
persönlich beseitigen.

8) O Srila Prabhupada!
Du leidest persönlich darunter
das Leiden der gefallenen Seelen zu sehen.
An diesem Jahrestag deiner Trennung
bin ich völlig verzagt.

Sechstes Oktett - Die Predigtmission ist zerstreut

1) "Setze Tanzen, Singen und das Ausführen von sankirtana
in der Gemeinschaft von Devotes fort." (CC Adi 7.92)
Diese von Sri Caitanya Mahaprabhu gesprochenen Worte
sind besonders nektarhaft.

2) Wenn wir vollständiges Vertrauen in diese Anweisungen haben,
die von dir, unserem spirituellen Meister, gegeben wurden,
dann wird bei der Ausführung von sankirtana
wirkliche Liebe für Krishna in uns erwachen.

3) Ohne Liebe zu Gott wird unsere winzige Intelligenz
nur im Netz der Täuschungen von maya verstrickt.
Weil niemand wirklich prema erlangte,
hat es einen großen Umbruch in deiner Mission gegeben.

4) Die gesamte Welt wurde mit Unpersönlichkeitsanhängern angefüllt,
und die Vaishnavas haben die Predigtarbeit aufgegeben,
die ihnen anvertraut worden war,
und sind einfach weggegangen,
um Verehrung in Einsamkeit auszuführen.

5) Die Vaishnavas waren als "patita pavana" (Retter der Gefallenen) berühmt,
doch nun ist dieser Titel in Unehre gefallen.
Unzählige deiner Schüler wurden gezwungen,
deine Bewegung zu verlassen.

6) Was kann getan werden, um den verursachten Schaden
in solch einer unglücklichen Zeit zu beheben, o Meister?
Der wunderbare Garten, den du so sorgfältig gepflanzt hast,
ist nun ausgetrocknet und schwindet dahin.

7) O Meister, bitte erwecke etwas gute Intelligenz
in diesem deinem unbedeutenden Schüler,
damit mein festes Vertrauen in deine transzendentale Botschaft
mehr und mehr zunehmen kann.

8) O Srila Prabhupada!
Du leidest persönlich darunter
das Leiden der gefallenen Seelen zu sehen.
An diesem Jahrestag deiner Trennung
bin ich völlig verzagt.

Siebtes Oktett - Den reinen hingebungsvollen Vorgang verbreiten

1) Die großmütigste Inkarnation des Herrn ist Sri Krishna Caitanya.
Durch die Verbreitung des Vorganges um Liebe zu Gott zu erlangen,
durch das Chanten der heiligen Namen von Krishna,
segnete er das gesamte Universum.

2) O Meister, du bist die Personifikation
der transzendentalen Botschaft von Sri Caitanya.
Du bist der Verteiler dieser Botschaft
an jede Stadt und jedes Dorf.

3) Du sandtest deine Devotes zum Predigen
in die weit entfernten Länder der westlichen Staaten,
und du reistest persönlich durch ganz Indien,
sogar in den Süden.

4) Du predigtest die reine Philosophie von Sri Gauranga
auf solch eine Weise, daß intelligente Personen verstehen konnten.
Und du zeigtest solch große Sorge, o Meister,
all deine Gegner zu überzeugen.

5) Sri Gauranga verwendete viele Tricks, nur um die
bedingten Seelen im hingebungsvollen Dienst zu beschäftigen,
und auch du hast verstanden, wie diese Tricks
vollkommen richtig anzuwenden sind.

6) Du hattest Verständnis für Zeit, Ort und Umstände
und gebrauchtest alles als eine Strategie für das Predigen.
Obwohl deine Aktivitäten mit eigenen Augen sehend, konnten jene,
die so blind wie Eulen und andere Kreaturen der Nacht sind,
deine wirkliche Absicht nicht sehen.

7) Was werden die Auls und die Sahajiyas
und die anderen törichten Gruppen jemals verstehen?
Und was werden die schafgleichen, gewöhnlichen Leute
oder vertrockneten Logiker jemals verstehen?

8) O Srila Prabhupada!
Du leidest persönlich darunter
das Leiden der gefallenen Seelen zu sehen.
An diesem Jahrestag deiner Trennung
bin ich völlig verzagt.

Achtes Oktett - Wenn Du nur wieder kommen würdest

1) Sri Caitanyas Methode des hingebungsvollen Dienstes
wird nicht in Einsamkeit ausgeführt.
Du predigtest dies immer und immer wieder
zu deinen Devotees.

2) So wie der Herr Jagai und Madhai
aus seiner eigenen grundlosen Barmherzigkeit erlöst hat,
erklärtest du jedem, daß diese selbe Methode
der Predigtarbeit fortgesetzt werden muß.

3) Die Welt ist nun mit zu rettenden
Jagais und Madhais angefüllt.
Jeder blickt besorgt die Straße hinunter und
wartet auf die Rettung bringenden Caitanya-Nitai.

4) Wenn zu solch einer Zeit wie dieser
du persönlich zu dieser Welt zurückkehrtest
und wieder über all diese Dingen predigtest,
auf die Art wie du es immer getan hast...

5) ... wenn wieder enthusiastische Predigtaktivitäten
in jegliche Richtung stattfinden würden,
dann würden all die Leute wie zuvor
in glückseliger Erregung wachgerüttelt werden.

6) Dein tiefschürfendens Ausrufen würde
die Dämonen und Atheisten zur Flucht veranlassen,
und deine Erzählungen der Botschaft Sri Caitanyas
würde die Herzen der unschuldigen Seelen erfüllen.

7) Wieder würde die ganze Welt
aufgeregt mit guten Nachrichten beschäftigt sein,
doch wie es nun in deiner Abwesenheit ist,
gibt es nirgendwo etwas von Wert.

8) O Srila Prabhupada!
Du leidest persönlich darunter
das Leiden der gefallenen Seelen zu sehen.
An diesem Jahrestag deiner Trennung
bin ich völlig verzagt.

9) O Meister! Mein Herz ist in deiner Abwesenheit gebrochen.
Dieser Schüler mit dem Namen Abhay
hat damit nur ein kleines Anzeichen
seiner elenden Höllenqual der Trennung offenbart.


HARE KRISHNA, HARE KRISHNA, KRISHNA KRISHNA, HARE HARE,
HARE RAMA, HARE RAMA, RAMA RAMA, HARE HARE
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