Einmal wollte der Herr mit Seinen Kuhhirtenfreunden
schon sehr früh am Morgen in den Wald gehen, um dort
mit ihnen
gemeinsam zu
frühstücken. Sowie Er
aufgestanden war, blies Er in Sein Büffelhorn und rief alle
Seine Freunde zusammen. Auf diese
Weise machten sie
sich auf den Weg in den Wald und trieben ihre Kälber vor
sich her. Es waren Tausende von
Knaben, die Sri Krsna
begleiteten, und sie alle trugen
einen Hirtenstab, eine
Flöte, ein Horn und einen
Brotbeutel mit sich. Jedem
waren Tausende von Kälbern anvertraut
worden, und so
hatte jeder eine eigene Herde, um
die er sich kümmerte.
Alle waren auf dem
Ausflug sehr ausgelassen und
fröhlich, und die
Jungen, die verschiedenartigen
Goldschmuck trugen, sammelten in ihrer
Verspieltheit
Blumen, Blätter, Zweige, Pfauenfedern und roten Ton und
begannen, sich auf vielerlei Art damit zu
schmücken.
Während sie so durch den Wald
zogen, stahl zuweilen
einer der Jungen einem anderen den
Brotbeutel und gab
ihn an einen dritten weiter. Wenn
der bestohlene Junge
bemerkte, daß sein Brotbeutel
verschwunden war, und
versuchte, diesen zurückzubekommen, wurde
der Beutel
dem nächsten zugeworfen. Auf diese
Weise vergnügten
sich die Knaben mit kindlichen Spielen.
Wenn Sri Krsna manchmal weit vorausging, um einen
Ausblick auf die Landschaft zu bekommen,
versuchten
die Jungen, Ihn einzuholen, und jeder wollte Ihn als erster
berühren. Jedesmal entstand ein großer
Wettstreit, und
wenn einer sagte: "Ich werde Krsna als
erster berühren",
riefen andere sofort: "O nein, ich
werde als erster bei
Krsna sein." Manche spielten auch auf
ihren Flöten oder
bliesen in ihre Büffelhörner, und wieder andere verfolgten
die Pfauen oder ahmten die Lockrufe der Kuckucke nach.
Einige von Krsnas Freunden liefen so schnell sie konnten
dem Schatten der Vögel nach und versuchten, ihrem Flug
genauzufolgen; andere gingen zu den Affen und setzten
sich leise neben sie, und wieder andere ahmten die Tänze
der Pfauen nach. Manchmal ergriffen
die Knaben die
Affen an ihren Schwänzen und
spielten mit ihnen, und
wenn die Affen entflohen und auf
den nächsten Baum
sprangen, rannten ihnen die Jungen
nach. Die Affen
schnitten dann oft ärgerliche Grimassen und fletschten die
Zähne, doch die Jungen ließen sich
nicht einschüchtern,
sondern zeigten ihnen
ebenfalls die Zähne. Andere
Hirtenjungen spielten mit den Fröschen
am Ufer der
Yamuna, und wenn die Frösche aus
Angst ins Wasser
sprangen, tauchten die Jungen hinter ihnen her. Wenn sie
dann wieder herauswateten und im Wasser ihr Spiegelbild
sahen, beugten sie sich vor und schnitten Grimassen und
lachten vergnügt. Manchmal liefen sie
auch zu einem
leeren Brunnen und riefen laut hinein, und wenn das Echo
widerhallte, beschimpften sie es und lachten.
Wie die Höchste Persönlichkeit Gottes
persönlich in
der
Bhagavad-gita
sagt, wird
Er von den
Transzendentalisten in dem Maße, wie
sie sich Ihm
hingeben, entweder als Brahman, als Paramatma oder als
die Höchste Persönlichkeit Gottes
erkannt. Hier — in
Bestätigung dieser Aussage — sehen wir, wie Sri Krsna,
der den
Unpersönlichkeitsanhängern
mit Seiner
körperlichen Ausstrahlung die Brahman-Verwirklichung
gewährt, als Höchste Persönlichkeit
Gottes für Seine
Geweihten ein
Quell transzendentaler
Freude ist.
Diejenigen, die von maya, der
äußeren Energie, verwirrt
werden, halten Ihn einfach nur für ein schönes Kind; doch
den Kuhhirtenjungen, die mit Ihm
spielten, gewährte Er
eine nicht endende spirituelle
Glückseligkeit. Nur weil
diese Knaben in ihren früheren Leben unzählige fromme
Tätigkeiten ausgeführt hatten,
bekamen sie nun die
Gelegenheit, persönlich
mit dem Höchsten
Herrn
zusammenzusein. Wer kann jemals das
transzendentale
Glück der Einwohner von Vrndavana ermessenD Sie sahen
den Herrn, die Höchste Persönlichkeit Gottes, täglich von
Angesicht zu Angesicht, Ihn, den viele große yogis nicht
einmal durch härteste
Entsagung erkennen können,
obwohl Er in ihren Herzen weilt.
Dies wird ebenfalls in
der Brahma-samhita bestätigt.
Man kann Krsna, die
Höchste Persönlichkeit Gottes, zwar in
den Seiten der
Veden und Upanisaden suchen, doch erst
wenn man das
große Glück
hat, mit
einem Gottgeweihten
zusammenzukommen,
kann man
der Höchsten
Persönlichkeit
Gottes
persönlich gegenübertreten.
Nachdem die Kuhhirtenjungen
viele Leben hindurch
fromme Tätigkeiten ausgeführt hatten,
konnten sie mit
Krsna zusammensein und als Freunde mit Ihm spielen. Sie
konnten nicht
verstehen, daß
Krsna die Höchste
Persönlichkeit Gottes ist, aber sie waren Krsnas vertraute
Freunde, die mit
inniger Liebe an Seinen
Spielen
teilnahmen.
Als Sich Sri Krsna auf
diese Weise mit Seinen
Freunden unbekümmert Seiner Kindheitsspiele
erfreute,
wurden sie von
einem Dämon
namens Aghasura
beobachtet, und dieser Dämon vermochte
seinen Haß
kaum mehr zu zügeln. Es war ihm
unerträglich, Krsna
beim Spielen zuzusehen, und deshalb erschien er vor den
Jungen, um sie alle zu töten.
Dieser Aghasura war so
gefährlich, daß sich
selbst die Halbgötter
vor ihm
fürchteten. Obgleich die
Bewohner der himmlischen
Planeten täglich Nektar
tranken, um ihr Leben zu
verlängern, fürchteten sie sich vor
Aghasura und fragten
sich: "Wann wird dieser Dämon endlich getötet werden?"
Die Halbgötter pflegten Nektar zutrinken, um unsterblich
zuwerden, doch im Grunde setzten sie kein allzugroßes
Vertrauen in ihre "Unsterblichkeit". Aber die Jungen, die
mit Krsna spielten, hatten keine Angst vor Dämonen. Sie
waren frei
von aller
Angst. Jede materielle
Schutzmaßnahme, die man trifft, um sich vor dem Tod zu
retten, ist letzten
Endes erfolglos, doch
wenn man
Krsna-bewußt ist, erlangt
man mit Sicherheit die
Unsterblichkeit.
So erschien der Dämon Aghasura vor
Krsna und
Seinen Freunden. Aghasura war der
jüngere Bruder von
Putana und Bakasura, und er dachte:
"Krsna hat meinen
Bruder und meine Schwester getötet. Dafür werde ich Ihn
jetzt zusammen mit
Seinen Freunden und Kälbern
ebenfalls töten." Aghasura war von
Kamsa angestachelt
worden, und daher war er in
seinem Vorhaben fest entschlossen. Wenn er zum Gedächtnis an seinen Bruder und
seine Schwester Getreide und Wasser
opfern und dann
Krsna zusammen mit allen Hirtenjungen
töten würde, so
überlegte sich Aghasura, dann würden
automatisch auch
die Einwohner von Vrndavana sterben.
Im allgemeinen
lieben die Eltern ihre Kinder
genauso wie ihr eigenes
Leben, und wenn die Kinder sterben,
können aufgrund
des starken Bandes der Zuneigung
auch die Eltern nicht
mehr weiterleben.
Als Aghasura seinen
Plan, alle Einwohner von
Vrndavana zu töten, in
die Tat umsetzen wollte,
vergrößerte er sich mit Hilfe der
yoga-siddhi namens
mahima. Die Dämonen beherrschen im
allgemeinen fast
alle Arten mystischer Kräfte, und wenn man im yoga die
Vollkommenheit der mahima-siddhi erreicht hat,
kann
man sich nach Belieben ausweiten. Der Dämon Aghasura
dehnte sich somit zu einer Größe
von etwa acht Meilen
aus und nahm die Form einer
fetten Schlange an. Nach
dieser seltsamen Verwandlung öffnete der
Dämon sein
Maul, das so groß war wie ein Höhleneingang. Er wollte
die Knaben — auch Krsna und Balarama — allesamt mit
einem Mal verschlingen, und so legte er sich ihnen in den
Weg und wartete.
Der Dämon, der sich in diese
gigantische Schlange
verwandelt hatte, lag mit weit aufgerissenem Maul da, das
vom Erdboden bis zum Himmel reichte. Seine Unterlippe
lag auf dem Boden, und Seine
Oberlippe berührte die
Wolken. Sein Rachen glich einer
riesigen Berghöhle,
deren Tiefe nicht abzuschätzen war,
und seine Zähne
sahen aus wie Bergspitzen. Seine
Zunge glich einer
breiten Landstraße; sein Atem ging wie ein Wirbelsturm,
und Seine Augen loderten wie Feuer. Anfangs dachten die
Jungen, der Dämon sei nur eine
riesige Statue, doch
nachdem sie ihn genauer betrachtet hatten, sahen sie, daß
er mehr einer
großen Schlange
glich, die mit
aufgerissenem Maul vor ihnen auf
dem Weg lag. Einer
der Jungen sagte: "Dieses Ungetüm
sieht aus wie ein
großes Tier, und es liegt da, als wolle es uns verschlingen.
Seht doch nur — ist dieses
Ungeheuer nicht eine riesige
Schlange, die ihr Maul aufgesperrt
hat, um uns alle zu
fressen?" Ein anderer sagte: "Ja,
was du sagst, ist wahr.
Die Oberlippe dieses Tieres gleicht
dem Sonnenschein,
und seine Unterlippe ist wie die
Reflexion des roten
Sonnenlichts auf dem Boden. Liebe Freunde, schaut euch
nur einmal die Seitenwände seines
Maules an. Dieses
Maul ist so groß wie eine
Höhle, und man kann nicht
abschätzen, wie hoch es ist. Sein
Kiefer ragt wie eine
Bergspitze hervor. Die lange Straße
ist allem Anschein
nach seine Zunge, und im Innern
seines Maules ist es
finster wie in einem Stollen. Der heiße Wind, der wie ein
Orkan bläst, ist sein Atem, und der fischige Gestank, der
seinem Maul
entströmt, ist
der Geruch seiner
Eingeweide."
Sie berieten sich weiter: "Diese
Riesenschlange kann
uns unmöglich verschlingen, wenn wir alle gleichzeitig in
sein Maul hineingehen. Doch selbst wenn es ihr gelingen
sollte, uns alle mit
einem Mal herunterzuschlucken,
könnte sie doch niemals Krsna
verschlingen. Krsna wird
dieses Ungeheuer einfach töten, wie
Er es auch mit
Bakasura tat." Mit diesen Worten drehten sich die Jungen
nach Krsna um, blickten lächelnd in Sein wunderschönes
lotosgleiches Gesicht, klatschten fröhlich
in die Hände
und marschierten dann
zusammen in das Maul der
gigantischen Schlange hinein.
In der Zwischenzeit hatte Krsna, der als Überseele im
Herzen aller Lebewesen weilt, bereits
erkannt, daß die
gewaltige statuenhafte Gestalt vor Ihm
ein Dämon war.
Während Er überlegte, wie Er die
Vernichtung Seiner
Freunde verhindern könne, begaben sich
alle Knaben
zusammen mit ihren
Kälbern in den Rachen
des
Ungeheuers. Doch Krsna folgte ihnen
nicht. Der Dämon
wartete darauf, daß Krsna ebenfalls in sein Maul eintrete,
und dachte beisich: "Alle sind gekommen; jetzt fehlt nur
noch Krsna, der meinen Bruder und
meine Schwester
getötet hat."
Wer von Krsna beschützt wird, befindet sich immer in
Sicherheit. Aber als Krsna sah, daß
Seine Freunde nicht
mehr bei Ihm waren, sondern im
Bauch der großen
Schlange lagen, war Er einen
Augenblick lang sehr
bekümmert. Er wunderte Sich
über die bezaubernde
Wirkungsweise Seiner äußeren Energie.
Dann überlegte
Er, wie Er den Dämon töten und gleichzeitig die
Jungen
und die Kälber retten könne.
Obgleich es für Krsna
eigentlich keinen Grund zur Sorge
gab, machte Er Sich
solche Gedanken, und schließlich, nach
kurzem Nach-
denken, betrat Er ebenfalls das Maul des Dämons. Als nun
auch Krsna in das riesige Maul
hineinging, waren die
Halbgötter, die sich versammelt hatten, um das Schauspiel
mitanzusehen, und die sich hinter
den Wolken versteckt
hielten, zutiefst bestürzt und riefen: "O weh, o weh!" Zur
gleichen Zeit frohlockten die Freunde Aghasuras — ganz
besonders Kamsa —, die alle Fleisch
und Blut zu essen
pflegten, und brachen in lautes Freudengeschrei aus.
Während der Dämon versuchte, Krsna
und Seine
Gefährten zuvernichten, hörte Krsna die angstvollen Rufe
der Halbgötter, und so begann Er sofort, Sich in der Kehle
des Dämons auszudehnen, und Er
wurde größer und
größer. Obwohl der Dämon einen
riesenhaften Körper
besaß, begann er fürchterlich zu röcheln,
als Sich Krsna
ausdehnte. In panischer Angst rollten die Augen des Dämons hin und her, und schon
bald erstickte er. Seine
Lebensluft konnte nirgends aus ihm
herausströmen und
schoß schließlich aus einer Öffnung in der Schädeldecke
hervor. Nachdem der Dämon sein
Leben aufgegeben
hatte, rief Krsna alle Knaben und
Kälber einfach durch
Seinen transzendentalen Blick ins Leben
zurück und
verließ mit ihnen den toten Körper
des Ungeheuers. Als
Sich Krsna noch in Aghasuras Maul befunden hatte, war
die Seele des Dämons wie ein strahlendes Licht aus dem
Körper ausgetreten, und sie schwebte
nun wartend am
Himmel, wobei die gesamte Umgebung erleuchtet wurde.
Sowie Krsna mit Seinen Kälbern und
Freunden aus dem
Maul des Dämons hervorkam, ging das
strahlende Licht
vor den Augen aller anwesenden Halbgötter in den Körper
Krsnas ein.
Die Halbgötter waren außer sich vor
Freude, und sie
überschütteten Krsna, die Höchste
Persönlichkeit Gottes,
mit Blumen, um Ihm so ihre
Ehre zu erweisen. Die
Bewohner des Himmels begannen frohlockend zutanzen,
und die Bewohner von
Gandharvaloka brachten die
verschiedensten Gebete dar, während überall zum Zeichen
des Sieges
Trommeln und
Pauken ertönten. Die
brahmanas rezitierten
vedische Hymnen,
und alle
Gottgeweihten riefen: "Jaya! Jaya!
Gepriesen sei die
Höchste Persönlichkeit Gottes!"
Als Brahma diese freudigen Klänge
hörte, die durch
das obere Planetensystem hallten, eilte
er sofort herbei,
um zu sehen, was sich ereignet
hatte. Als er sah, daß
Aghasura tot am Boden lag, wunderte er sich sehr über die
ungewöhnlichen
und
ruhmreichen
Spiele der
Persönlichkeit Gottes. Das gigantische Maul des Dämons
blieb für viele Tage aufgesperrt
und trocknete langsam
aus, und es wurde
zu einem Spielplatz für die
Hirtenjungen.
Aghasura wurde getötet, als Krsna und Seine Freunde
noch nicht ganz fünf Jahre alt
waren. Kinder unter fünf
Jahren werden kaumara genannt. Vom
sechsten bis zum
zehnten Lebensjahr nennt man sie
pauganda und vom
elften bis zum fünfzehnten Lebensjahr kaisora. Nach dem
fünfzehnten Lebensjahr werden
sie als Jugendliche
bezeichnet. Der Zwischenfall mit dem
Aghasura-Dämon
wurde im Dorf von Vraja für ein ganzes Jahr mit keinem
Wort erwähnt. Erst als die Jungen ihr sechstes Lebensjahr
erreichten, erzählten sie ihren Eltern voller Erstaunen von
ihrem Abenteuer. Der Grund hierfür
wird im nächsten
Kapitel beschrieben.
Für Sri Krsna, die Höchste Persönlichkeit Gottes, der
weit erhabener ist als Halbgötter wie Brahma und Siva, ist
es nicht schwierig, jemandem die
Gelegenheit zu geben,
in Seinen ewigen Körper einzugehen, und diese Segnung
gewährte Er auch Aghasura. Aghasura war zweifellos das
sündvollste aller Lebewesen, und
sündvollen Lebewesen
ist es im allgemeinen nicht
möglich, in die Existenz der
Absoluten Wahrheit einzugehen. Doch weil
Krsna in
diesem besonderen Fall
persönlich in den Körper
Aghasuras eintrat, wurde der Dämon von allen sündhaften
Reaktionen vollkommen gereinigt. Wer
fortwährend an
den Herrn, die Höchste Persönlichkeit
Gottes, denkt, sei
es in Form Seiner Bildgestalt oder auch im Geist, wird das
höchste transzendentale Ziel, die
Erhebung in das Königreich Gottes, mit Sicherheit erreichen
und in die
Gemeinschaft der
Höchsten Persönlichkeit Gottes
aufgenommen werden. Wir können uns
also vorstellen,
wie erhaben die Position Aghasuras
gewesen sein muß,
daß Krsna, die Höchste Persönlichkeit Gottes, persönlich
in seinen Körper eintrat. Die
großen Weisen, die weit
fortgeschrittenen yogis und die Gottgeweihten meditieren
ständig über die Form des Herrn
in ihrem Herzen oder
betrachten die transzendentale Bildgestalt
des Herrn im
Tempel. Auf diese Weise werden sie von allen materiellen
Verunreinigungen befreit, und
wenn sie den Körper
verlassen, werden sie in das
Königreich Gottes erhoben.
Diese Stufe der Vollkommenheit kann
man erreichen,
wenn man einfach ständig an die transzendentale
Gestalt
des Herrn denkt. Im Falle Aghasuras
jedoch trat der
Höchste Herr Selbst in dessen
Körper ein. Aghasuras
Position ist demnach
weitaus höher als die
eines
gewöhnlichen Gottgeweihten oder die des größten yogi.
Maharaja Pariksit
war in
das Hören der
transzendentalen Spiele Sri Krsnas vertieft (der ihm einst
das Leben gerettet hatte, als er sich im Leib seiner Mutter
befand), und so wurde er immer
begieriger, noch mehr
über Krsna zu hören. Deshalb stellte
er dem Weisen
Sukadeva Gosvami, der ihm das
Srimad-Bhagavatam
vortrug, eine weitere Frage.
König Pariksit war verwundert, daß ein Jahr lang nicht
über die Vernichtung des Aghasura-Dämons
gesprochen
wurde — so lange
nämlich, bis die Knaben
das
pauganda-Alter erreichten.
Maharaja Pariksit war
neugierig, mehr darüber zu erfahren, denn
er war davon
überzeugt, daß ein solcher Vorfall
seine Ursache in der
Entfaltung von Krsnas verschiedenen
Energien haben
mußte.
Im allgemeinen sind die ksatriyas
(die verwaltende
Klasse) so sehr
mit politischen Angelegenheiten
beschäftigt, daß sie nur wenig Gelegenheit haben, über die
transzendentalen Spiele Sri
Krsnas zu hören. Daher
schätzte sich Pariksit Maharaja sehr glücklich, als er von
diesen transzendentalen Spielen hörte,
denn er hörte sie
direkt von Sukadeva Gosvami, der
größten Autorität des
Srimad-Bhagavatam. Auf Maharaja Pariksits
Bitte hin
fuhr Sukadeva
Gosvami fort,
über Sri Krsnas
transzendentale Spiele, Seine Gestalt, Seine Eigenschaften
und Seinen Ruhm zusprechen.
Hiermit
enden die Bhaktivedanta-Erläuterungen zum 12. Kapitel des Krsna-Buches:
"Krsna tötet den Dämon Aghasura".