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Die Transzendentalen Spiele Sri Krishnas
Von Seiner Heiligkeit A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada

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29. Kapitel: Der rasa-Tanz: Einführung


Aus  dem Srimad-Bhagavatam erfahren wir, daß der rasa-Tanz in der Vollmondnacht der sarat-Jahreszeit stattfand. Aus den früheren Kapiteln geht hervor, daß das Fest der Govardhana-puja gleich nach der mondlosen Nacht des Monats Karttika vollzogen wurde, und danach hatte die Zeremonie namens Bhratrdvitiya stattgefunden. Darauf war Vrndavana von den Regenfällen und Hagelstürmen heimgesucht worden, die Indra in seinem Zorn geschickt hatte, und Sri Krsna hatte den Govardhana-Hügel für sieben Tage hochgehalten, bis zum neunten Tag des zunehmenden Mondes. Am zehnten Tag hatten die Einwohner Vrndavanas über die wunderbaren Taten Krsnas gesprochen, und am darauffolgenden Tag war Ekadasi gewesen, weshalb Nanda Maharaja fastete. Am nächsten Tag, am Dvadasi, war Nanda Maharaja, als er im Ganges ein Bad nehmen wollte, von Varunas Männern gefangengenommen worden; doch Krsna hatte ihn wieder befreit, und schließlich hatte Er Nanda Maharaja und den anderen Kuhhirten den spirituellen Himmel offenbart.

Auf diese Weise ging die Vollmondnacht der sarat-Jahreszeit vorüber. Die Vollmondnacht im Monat Asvina wird sarat-purnima genannt. Den Aussagen des Srimad-Bhagavatam können wir also entnehmen, daß Krsna ein ganzes Jahr lang warten mußte, bis die nächste solche Vollmondnacht kam und Er zusammen mit den gopis den rasa-Tanz genießen konnte. Krsna war sieben Jahre alt gewesen, als Er den Govardhana-Hügel hochhob. Beim rasa-Tanz also war Krsna acht Jahre alt.

In den vedischen Schriften bezieht sich das Wort rasa-Tanz auf eine Vorführung, in der ein Ballettänzer mit vielen Mädchen zusammen tanzt. Als Krsna sah, daß sich die Vollmondnacht der sarat-Jahreszeit ankündigte, schmückte Er Sich mit vielen Blumen, die zu dieser Jahreszeit blühten, vor allem mit den wohlriechenden mallika-Blumen. Er erinnerte Sich daran, wie die gopis zur Göttin Katyayani gebetet hatten, um Ihn als Ehemann zu bekommen. So dachte Krsna bei Sich, daß die Vollmondnacht der sarat-Jahreszeit sich vortrefflich zum Tanzen eigne. Auf diese Weise würde Er den Wunsch der gopis, Ihn als Ehemann zu haben, erfüllen.

Die Worte, die in diesem Zusammenhang im Srimad-Bhagavatam benutzt werden, sind bhagavan api, was bedeutet, daß Krsna, obwohl Er die Höchste Persönlichkeit Gottes ist, keinerlei Verlangen hat, weil Er ewiglich alle sechs Füllen in Vollkommenheit besitzt. Aber dennoch wollte Er Sich der Gemeinschaft der gopis erfreuen. Die Worte bhagavan api weisen auch darauf hin, daß der rasa-Tanz nicht dasselbe ist, wie wenn in der materiellen Welt junge Leute miteinander tanzen. Zur genauen Erläuterung werden im Srimad-Bhagavatam die Worte yoga-mayam upasritam gebraucht, was bedeutet, daß sich Krsnas Tanz mit den gopis auf der Ebene von yoga-maya befindet, nicht auf der von maha-maya. Wenn in der materiellen Welt Jungen und Mädchen miteinander tanzen, so gehört dies in das Königreich maha-mayas, der äußeren Energie. Krsnas rasa-Tanz mit den gopis jedoch findet auf der yoga-maya-Ebene statt. Der Unterschied zwischen der Ebene von yoga-maya und maha-maya wird im Caitanya-caritamrta mit dem Unterschied zwischen Gold und Eisen verglichen. Beides sind zwar Metalle, doch an Qualität sind sie voneinander völlig verschieden. Ebenso verhält es sich mit dem rasa-Tanz. Sri Krsnas Gemeinschaft mit den gopis scheint äußerlich genau wie das gewöhnliche Zusammentreffen von Jungen und Mädchen zu sein, aber in Wirklichkeit besteht qualitativ ein gewaltiger Unterschied. Diesen Unterschied können jedoch nur die großen Vaisnavas wahrnehmen, die zwischen Liebe zu Krsna und Lust zu unterscheiden wissen.

Auf der Ebene der maha-maya tanzt man miteinander mit dem Ziel der Sinnenbefriedigung. Aber als die gopis zu der Stelle liefen, an der Krsna auf Seiner Flöte spielte, um sie zum rasa-Tanz zurufen, hatten sie nur den einen transzendentalen Wunsch, nämlich Krsna zu erfreuen. Wie der Autor des Caitanya-caritamrta, Krsnadasa Kaviraja Gosvami, erklärt, bedeutet Lust Sinnenbefriedigung, und auch Liebe bedeutet Sinnenbefriedigung — aber für Krsna. Mit anderen Worten, Handlungen mit dem Ziel der eigenen Sinnenbefriedigung sind materiell, und Handlungen zur Zufriedenheit Krsnas sind spirituell. Auf jeder Ebene des Handelns herrscht das Prinzip der Sinnenbefriedigung, aber auf der spirituellen Ebene ist die Sinnenbefriedigung, für die Höchste Persönlichkeit Gottes, Krsna, bestimmt, während man auf der materiellen Ebene für sich selbst Sinnenbefriedigung will. Zum Beispiel versucht ein Diener auf der materiellen Ebene nicht, die Sinne des Meisters zufriedenzustellen, sondern er arbeitet einzig und allein für die eigenen Sinne, denn würde er kein Geld mehr bekommen, würde er aufhören, dem betreffenden Meister zu dienen. Auf der spirituellen Ebene jedoch dient der Gottgeweihte der Höchsten Persönlichkeit Gottes, Krsna, ohne Bezahlung, und er führt seinen Dienst unter allen Umständen aus. Das ist der Unterschied zwischen Krsna-Bewußtsein und materiellem Bewußtsein.

Krsna war also acht Jahre alt, als Er Sich mit den gopis im rasa-Tanz vergnügte, und zu der Zeit waren die meisten gopis bereits verheiratet, denn in Indien wurden die Mädchen vor allem in jenen Tagen schon sehr früh verheiratet. Es wird sogar von vielen Fällen berichtet, wo ein Mädchen schon im Alter von zwölf Jahren ein Kind zur Welt brachte. Deshalb waren alle gopis, die sich Krsna zum Ehemann wünschten, bereits verheiratet; trotzdem fuhren sie fort zu hoffen, daß Krsna eines Tages ihren Wunsch erfüllen werde. Weil ihre Liebe zu Krsna genau wie die Sehnsucht nach einem Geliebten ist, wird die Liebesbeziehung zwischen Krsna und den gopis als parakiya-rasa bezeichnet. Wenn jemand, der verheiratet ist, eine andere Frau bzw. einen anderen Mann als Ehepartner begehrt, so nennt man dies parakiya-rasa.

Im Grunde ist Krsna der Gemahl eines jeden, denn Er ist der höchste Genießer. Die gopis wünschten sich Krsna als Gemahl, obwohl es in Wirklichkeit nicht möglich war, daß Er die gopis heiratete. Aber weil sie trotzdem die spontane Neigung hatten, Krsna als ihren höchsten Gemahl zulieben, wird die Beziehung zwischen den gopis und Krsna als parakiya-rasa bezeichnet. Dieser parakiya-rasa besteht ewig auf Goloka Vrndavana in der spirituellen Welt, wo es nicht die geringste Spur von der Verunreinigung und Verzerrung gibt, die für den parakiya-rasa in der materiellen Welt kennzeichnend ist. In der materiellen Welt ist der parakiya-rasa verabscheuungswürdig, wohingegen der parakiya-rasa in der spirituellen Welt die höchstvollkommene Beziehung zwischen Krsna und den gopis darstellt. Es gibt noch viele andere Beziehungen zu Krsna: die Diener-Meister-Beziehung, die Beziehung als Freund, die elterliche Beziehung und die Beziehung als Geliebter und Geliebte. Von all diesen rasas gilt der parakiya-rasa als der vortrefflichste.

Die materielle Welt ist eine verzerrte Spiegelung, eine pervertierte Reflexion, der spirituellen Welt. Es ist genauso wie bei der Widerspiegelung eines Baumes, der am Ufer eines Gewässers steht: Der Wipfel, der oberste Teil des Baumes, wird in der Widerspiegelung zum untersten Teil. Ebenso wird der parakiya-rasa zu einer verabscheuenswerten Beziehung, wenn er verzerrt in der materiellen Welt widergespiegelt wird. Deshalb genießen die Menschen, die Krsnas rasa-Tanz mit den gopis imitieren wollen, bloß die pervertierte, verabscheuenswerte Reflexion des transzendentalen parakiya-rasa. Es ist unmöglich, den transzendentalen parakiya-rasa in der materiellen Welt zu genießen. Im Srimad-Bhagavatam heißt es, daß man diesen parakiya-rasa nicht einmal im Traum oder in der Vorstellung nachahmen darf. Diejenigen, die es dennoch tun, trinken das tödlichste Gift.

Als Krsna, der höchste Genießer, Sich wünschte, in dieser Vollmondnacht der sarat-Jahreszeit die Gemeinschaft der gopis zu genießen, erschien genau zur gleichen Zeit der Mond, der Herr der Sterne, über dem Horizont und leuchtete in seiner schönsten Pracht. Die Vollmondnacht der sarat-Jahreszeit gilt als die schönste Nacht im Jahr. In Indien gibt es eine berühmte Sehenswürdigkeit namens Taj Mahal, die sich in Agra, einer Stadt in der Provinz Uttar Pradesh, befindet. Dieses Grabmal besteht aus bestem Marmor, und während der Vollmondnacht der sarat-Jahreszeit kommen viele Besucher dorthin, um zu sehen, wie sich der Mond in einem einzigartigen Schauspiel auf dem Grabmal widerspiegelt. Diese Vollmondnacht ist also sogar heute noch für ihre Schönheit berühmt.

Als der Vollmond im Osten aufging, tauchte er alles in einen sanften rötlichen Schimmer, und im Licht des Mondes erschien der ganze Himmel, als sei er mit rotem kunkuma gedarbt. Wenn ein Mann nach langer Abwesenheit nach Hause zu seiner Frau zurückkehrt, schmückt er das Gesicht seiner Frau mit rotem kunkuma. Auf diese Weise schmückte der langerwartete Vollmond der sarat-Jahreszeit den gesamten östlichen Horizont.

Mit dem Mondaufgang nahm Krsnas Wunsch, mit den gopis zutanzen, noch mehr zu. Der Wald war erfüllt vom Duft der verschiedensten Blumen, und die Atmosphäre war wohltuend kühl und festlich. Als Sri Krsna auf Seiner Flöte zu spielen begann, waren die gopis überall in Vrndavana wie verzaubert, und der aufgehende Mond, der rötliche Horizont, die kühle und stille Atmosphäre und die überall erblühenden Blumen ließen die Sehnsucht der gopis beim Erklingen von Krsnas Flöte um ein Tausendfaches anwachsen. Die gopis fühlten sich alle von Natur aus zu Krsnas Schönheit hingezogen, und als sie den Klang Seiner Flöte vernahmen, wurden sie sehr begierig, Krsnas Sinne zu erfreuen.

Als die gopis den Klang der Flöte hörten, ließen sie ohne zu zögern alles stehen und liegen und eilten zu dem Ort, wo Sich Krsna befand. Ihre Ohrringe tanzten hin und her, als sie versuchten, so schnell wie möglich zum Ort zu gelangen, den sie als Vamsivata kannten. Einige waren gerade am Melken; doch sie liefen einfach zu Krsna, obwohl sie die Kühe noch nicht fertiggemolken hatten. Eine der gopis hatte die frischgemolkene Milch schon zum Kochen auf den Herd gestellt, doch sowie sie Krsnas Flöte hörte, verließ sie das Haus, ohne sich darum zu kümmern, daß die Milch überkochen würde. Einige waren gerade dabei, ihre Kinder zustillen, und andere teilten der Familie, die sich zuTisch gesetzt hatte, das Essen aus — doch sie alle vergaßen ihre Pflichten und liefen sofort zu dem Ort, wo Krsna auf Seiner Flöte spielte. Einige der gopis waren dabei, ihre Ehemänner zu bedienen, und einige aßen gerade selbst, doch auch sie liefen alle weg, und es kümmerte sie nicht, ob ihre Ehemänner warteten oder ob sie selbst gegessen hatten oder nicht. Einige der gopis hatten sich noch schminken und besonders anmutig kleiden wollen, bevor sie zu Krsna gingen, aber leider waren sie nicht in der Lage, sich fertigzuschminken oder ihre Kleider richtig anzulegen, denn ihr Verlangen, Krsna zusehen, war zu stark. Ihre Gesichter waren nur flüchtig und in aller Eile geschminkt, und einige hatten in der Überstürzung sogar die Oberteile ihrer Kleider mit den Unterteilen verwechselt und die Unterteile mit den Oberteilen.

Als die gopis eilig ihre Häuser verließen, wurden sie von ihren Ehemännern, Brüdern und Vätern voller Verwunderung gefragt, wohin sie gehen wollten; schließlich waren sie junge Mädchen und mußten entweder von ihrem Ehemann, ihrem Vater oder von den älteren Brüdern sorgfältig behütet werden. Alle Verwandten untersagten es ihnen, zu Krsna zu gehen, doch die gopis ließen sich nicht zurückhalten. Wenn sich jemand so sehr zu Krsna hingezogen fühlt und völlig ins Krsna-Bewußtsein vertieft ist, kümmert er sich nicht mehr um weltliche Pflichten, auch wenn diese noch so dringlich erscheinen. Das Krsna-Bewußtsein ist so mächtig, daß es jeden vom materiellen Leben befreien kann. Srila Rupa Gosvami verfaßte einmal einen sehr schönen Vers, in dem eine gopi zueiner anderen sagt: "Liebe Freundin, wenn du immer noch den Wunsch hast, materielle Gesellschaft, Freundschaft und Liebe zu genießen, dann gehe lieber nicht zu dem lächelnden Jüngling Govinda, der am Ufer der Yamuna steht und auf Seiner Flöte spielt und dessen Lippen in den Strahlen des Vollmondes leuchten." Srila Rupa Gosvami sagt damit indirekt, daß jeder, der von dem wunderbaren, lächelnden Gesicht Krsnas bezaubert wird, jegliche Anziehung zu materiellen Freuden verliert. Das ist das Merkmal des Fortschritts im Krsna-Bewußtsein; mit anderen Worten, wie fortgeschritten jemand im Krsna-Bewußtsein ist, kann man daran sehen, inwieweit er das Interesse an materiellen Tätigkeiten und eigener Sinnenbefriedigung verloren hat.

Einige der gopis wurden von ihren Ehemännern tatsächlich daran gehindert zu Krsna zu gehen, und wurden mit Gewalt in ihre Zimmer zurückgebracht und dort eingeschlossen. Da es ihnen nicht möglich war, zu Krsna zugehen, schlossen sie ihre Augen und begannen, über Seine transzendentale Gestalt zu meditieren; längst schon hatte sich Krsnas Gestalt in ihre Gedanken eingeprägt. Dies alles beweist, daß die gopis erhabener waren als die größten yogis, denn wie es in der Bhagavad-gita heißt, ist derjenige der höchste aller yogis, der ständig mit Glauben und Liebe an Krsna in seinem Herzen denkt. Derjenige, der tatsächlich echten yoga praktiziert, konzentriert seinen Geist auf die Gestalt Sri Visnus, und Krsna ist die ursprüngliche Form aller Visnu-tattvas. Da diese gopis nicht persönlich zu Krsna gehen konnten, versanken sie, als vollkommene yogis, in Meditation über Ihn.

Im bedingten Zustand erhalten die Lebewesen durch ihre fruchtbringenden Tätigkeiten zwei Arten von Ergebnissen: Das bedingte Lebewesen, das ständig sündhaften Tätigkeiten nachgeht, muß als Resultat leiden, und dasjenige, das frommen Tätigkeiten nachgeht, bekommt als Resultat materiellen Genuß. In beiden Fällen jedoch — ob das Resultat nun materielles Leid oder materieller Genuß ist — steht das bedingte Lebewesen unter dem Diktat der materiellen Natur.

Die Gefährtinnen Krsnas, die gopis, die überall dort erscheinen, wo Krsna Seine Spiele durchführt, lassen sich in zwei Gruppen unterteilen. Die meisten der gopis sind ewige Gefährtinnen des Herrn. In der Brahma-samhita heißt es ananda-cin-maya-rasa pratibhavitabhih: Krsnas Gefährtinnen in der spirituellen Welt, insbesondere die gopis, sind eine Manifestation der Freudenenergie Krsnas, das heißt, sie sind Erweiterungen Srimati Radharanis. Wenn Krsna allerdings Seine transzendentalen Spiele in den Universen der materiellen Welt entfaltet, nehmen nicht nur Seine ewigen Gefährtinnen daran teil, sondern auch diejenigen, die aus der materiellen Welt kommen und zu dieser Stufe erhoben wurden. Die gopis, die sich Krsnas Spielen in dieser materiellen Welt anschlossen, kamen von der Ebene gewöhnlicher Menschen. Waren sie damals von fruchtbringenden Tätigkeiten gebunden gewesen, so wurden sie nun durch ihre ununterbrochene Meditation über Krsna von allen Reaktionen des karma vollkommen befreit. Das qualvolle Verlangen, das in den gopis brannte, da es ihnen in jener Nacht nicht vergönnt war, mit Krsna zusammenzusein, befreite sie von allen sündhaften Reaktionen, und ihre Ekstase der transzendentalen Liebe zu Krsna, während sie von Ihm getrennt waren, war transzendental zu allen Reaktionen auf materiell fromme Tätigkeiten. Jede bedingte Seele wird sowohl durch fromme als auch durch sündhafte Tätigkeiten an den Kreislauf von Geburt und Tod gebunden, doch die gopis, die in die Meditation über Krsna versunken waren, hatten beide Ebenen der Tätigkeit hinter sich gelassen. So wurden sie geläutert und auf die Ebene derjenigen gopis erhoben, die Erweiterungen Seiner Freudenenergie sind. All diese gopis, die ihren Geist auf Krsna richteten und Ihn als Geliebten sahen, wurden von allen Verunreinigungen, die von fruchtbringenden Reaktionen der materiellen Natur herrühren, vollkommen befreit, ja einige von ihnen gaben sogar ihren materiellen Körper auf, den sie unter dem Einfluß der drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur erhalten hatten.

Maharaja Pariksit hatte zugehört, wie Sukadeva Gosvami die gopis beschrieb, die zu Krsna eilten, um am rasa-Tanz teilzunehmen. Als er hörte, daß einige gopis einfach dadurch, daß sie an Krsna dachten wie an ihren Geliebten, von der Bedingtheit der Geburt und des Todes befreit wurden, fragte er: "Die gopis wußten nicht, daß Krsna die Höchste Persönlichkeit Gottes ist. Sie hielten Ihn für einen wunderschönen Knaben und sahen in Ihm ihren Geliebten. Wie war es ihnen also möglich, von der materiellen Bedingtheit freizuwerden, einfach indem sie ständig an Krsna dachten und sich in Ihn verliebten?" Im Zusammenhang mit dieser Frage muß man daran denken, daß Krsna und die gewöhnlichen Lebewesen qualitativ eins sind. Da die gewöhnlichen Lebewesen winzige Bestandteile Krsnas sind, sind sie ebenfalls Brahman — Krsna jedoch ist das Höchste Brahman, das Parabrahman. Maharaja Pariksit fragte also mit anderen Worten: Wenn es für die Gottgeweihten möglich ist, durch ständiges Denken an Krsna aus der materiellen Gefangenschaft befreit zu werden, warum gelangen diejenigen Menschen nicht zur Befreiung, die ebenfalls fortwährend an irgend jemanden denken? Da alle Lebewesen Brahman sind, warum wird dann nicht auch jemand, der an seine Frau, seinen Sohn oder einfach an irgendein Lebewesen denkt, von dem verunreinigten Zustand des materiellen Lebens befreit? Dies ist eine sehr intelligente Frage, weil es immer Atheisten gibt, die Krsna nachzuahmen versuchen. In der heutigen Zeit, dem Kali-yuga, gibt es viele Betrüger, die sich selbst für ebenso bedeutend wie Krsna halten und die anderen Menschen weismachen wollen, man könne ebensogut an sie denken wie an Sri Krsna. Pariksit Maharaja stellte diese Frage, weil er voraussehen konnte, in welcher Gefahr sich die blinden Anhänger solcher dämonischen Scharlatane befinden würden. Glücklicherweise ist die Antwort im Srimad-Bhagavatam festgehalten worden, so daß unschuldige Menschen erkennen können, daß es keinesfalls das gleiche ist, ob man an einen gewöhnlichen Menschen denkt oder an Krsna.

Nicht einmal die Meditation über einen Halbgott läßt sich mit der Meditation über Krsna vergleichen. In diesem Zusammenhang heißt es im Vaisnava Tantra, daß jemand, der Visnu, Narayana oder Krsna auf die Stufe der Halbgötter stellt, pasandi, Schurke, genannt wird. Als Sukadeva Gosvami Maharaja Pariksits Frage hörte, entgegnete er: "Mein lieber König, deine Frage ist lange vor dieser Begebenheit bereits beantwortet worden."

Maharaja Pariksit hatte diese Frage gestellt, um alle Unklarheiten zu beseitigen, und sein spiritueller Meister antwortete ihm auf sehr intelligente Weise: "Warum stellst du eine Frage, die ich dir schon längst beantwortet habe? Warum bist du so vergeßlich?" Der spirituelle Meister befindet sich immer in einer höheren Stellung als der Schüler, und deshalb hat er auch das Recht, ihn zu tadeln. Sukadeva Gosvami war sich bewußt darüber, daß Maharaja Pariksit diese Frage nicht für den eigenen Nutzen gestellt hatte, sondern für den Nutzen aller unschuldigen Menschen in der Zukunft, die sonst denken könnten, ein gewöhnlicher Sterblicher sei Krsna ebenbürtig.

Sukadeva Gosvami erinnerte Pariksit Maharaja darauf an die Erlösung Sisupalas. Sisupala war auf Krsna immer neidisch gewesen, und wegen dieser neidischen und boshaften Haltung war er von Krsna getötet worden. Doch weil Krsna die Höchste Persönlichkeit Gottes ist, erlangte Sisupala Erlösung — einfach dadurch, daß er Krsna von Angesicht zu Angesicht sah. Wenn ein feindlich gesinnter Mensch bereits erlöst wird, weil er irgendwie seine Gedanken auf Krsna richtete, so kann man sich vorstehen, was der Lohn der gopis ist, die von Krsna innig geliebt werden und die ihrerseits ständig in Liebe an Ihn denken. Zwischen den Freunden und den Feinden Krsnas muß es einen Unterschied geben. Wenn Krsnas Feinde von der materiellen Verunreinigung befreit wurden und mit dem Höchsten eins werden konnten, dann befinden sich Seine vertrauten Gefährten, wie die gopis, mit Sicherheit auf der Ebene der Befreiung und dürfen sich der Gemeinschaft mit Krsna erfreuen.

Hinzukommt, wie es in der Bhagavad-gita heißt, daß ein anderer Name Krsnas Hrsikesa lautet. Deshalb sagte Sukadeva Gosvami auch, Krsna sei Hrsikesa, die Überseele, wohingegen ein gewöhnlicher Mensch eine bedingte Seele sei, die von einem materiellen Körper bedeckt wird. Zwischen Krsna Selbst und Krsnas Körper gibt es keinen Unterschied, weil Er Hrsikesa ist. Jeder, der zwischen Krsna und Krsnas Körper eine Unterscheidung macht, ist ein Dummkopf ersten Ranges. Die beiden besonderen Namen Krsnas, die Pariksit Maharaja in diesem Zusammenhang anführte, sind Hrsikesa und Adhoksaja. Hrsikesa bezieht sich auf die Überseele, und Adhoksaja bezieht sich auf die Höchste Persönlichkeit Gottes, die Sich jenseits der materiellen Natur befindet. Nur zum Wohl der gewöhnlichen Lebewesen erscheint Krsna aus Seiner grundlosen Barmherzigkeit heraus so, wie Er ist, in Seiner ursprünglichen Form. Unglücklicherweise halten Ihn törichte Menschen für einen gewöhnlichen Sterblichen, und auf diese Weise ebnen sie sich den Weg zur Hölle. Sukadeva Gosvami betonte deshalb noch einmal, daß Krsna die Höchste Persönlichkeit Gottes ist, unvergänglich, unermeßlich und frei von aller materiellen Verunreinigung.

Sukadeva Gosvami fuhr fort und erklärte Maharaja Pariksit, daß Krsna keine gewöhnliche Person ist. Er ist die Höchste Persönlichkeit Gottes, die alle spirituellen Eigenschaften in Vollkommenheit besitzt. Er erscheint aus Seiner grundlosen Barmherzigkeit in dieser materiellen Welt, und wann immer Er erscheint, geschieht dies, ohne daß Er Sich zu wandeln braucht. Dies wird auch in der Bhagavad-gita bestätigt, wo der Herr sagt, daß Er in Seiner spirituellen Energie erscheint. Er erscheint nicht unter dem Zwang der materiellen Energie; vielmehr befindet sich die materielle Energie unter Seiner Herrschaft. Dies wird in der Bhagavad-gita bestätigt, wo es heißt, daß die materielle Energie unter Krsnas Oberaufsicht tätig ist. In diesem Zusammenhang wird in der Brahma-samhita gesagt, daß die materielle Energie, Durga, genau wie ein Schatten ist, der sich abhängig vom wirklichen Subjekt bewegt. Mit anderen Worten, wer auf irgendeine Weise eine Anhaftung an Krsna gewinnt oder sich zu Ihm hingezogen fühlt — entweder wegen Seiner Schönheit, Seiner Einzigartigkeit, Seines Reichtums, Seiner Berühmtheit, Seiner Macht oder Seines Wissens oder sogar aufgrund von Lust, Zorn, Furcht oder aus Gefühlen der Zuneigung oder Freundschaft heraus —, dem ist die Erlösung und die Freiheit von aller materiellen Verunreinigung gewiß.

Im Achtzehnten Kapitel der Bhagavad-gita erklärt der Herr, daß Ihm jeder, der Krsna-Bewußtsein predigt, sehr lieb ist. Ein Prediger muß bei seiner Bemühung, reines Krsna-Bewußtsein zu verbreiten, oft mit vielen Schwierigkeiten kämpfen. Manchmal wird ihm Gewalt zugefügt, und manchmal kommt er dabei sogar ums Leben. All dies nimmt er freiwillig als Opfer für Krsna auf sich, und deshalb sagt Krsna, daß Ihm ein solcher Prediger sehr, sehr lieb ist. Wenn bereits Krsnas Feinde die Erlösung erwartet, weil sie einfach ihren Geist auf Ihn gerichtet haben, was erwartet dann solche Gottgeweihte, die Krsna lieb und teuer sind? Es besteht kein Zweifel darüber, daß solchen Gottgeweihten, die Krsna-Bewußtsein auf der ganzen Welt predigen, die Erlösung unter allen Umständen garantiert ist. Solche Prediger jedoch kümmern sich nicht im geringsten um Befreiung, denn wer im Krsna-Bewußtsein, im hingebungsvollen Dienst, beschäftigt ist, hat die Stufe der Befreiung bereits erreicht. Sukadeva Gosvami bestärkte deshalb König Pariksit in seiner Überzeugung, daß jemand, der sich zu Krsna hingezogen fühlt, aus der materiellen Gefangenschaft befreit wird, da Krsna der transzendentale Meister aller mystischen Kräfte ist.

Als sich die gopis, wie oben beschrieben, vor Krsna einfanden, hieß Er sie erfreut willkommen, doch Er verstand es, Seine Worte so geschickt zuwählen, daß Er die gopis zur gleichen Zeit entmutigte. Krsna ist der vollkommene und höchste Sprecher; Er ist der Sprecher der Bhagavad-gita. Er kann über die erhabensten Themen der Philosophie, Politik und Wirtschaft sprechen — kurzum, einfach über alles. Und dieser Krsna sprach nun mit den gopis, die Ihm so lieb waren, und Er wollte sie mit Seinen Wortspielereien bezaubern.

"O ihr Damen von Vrndavana", sagte Krsna, "ihr seid sehr vom Glück begünstigt, und Ich freue Mich sehr, euch hier zu sehen. Ich hoffe, daß bei euch zu Hause alles in bester Ordnung ist. Ich stehe ganz zu eurer Verfügung. Was kann Ich für euch tun? Was ist der Grund, der euch mitten in der Nacht hierherführt? Bitte nehmt doch Platz, und laßt Mich wissen, was Ich für euch tun kann."

Die gopis waren zu Krsna gekommen, um Seine Gemeinschaft zugenießen, um mit Ihm zutanzen, Ihn zu umarmen und Ihn zu küssen. Deshalb waren sie sehr verwundert, als Krsna sie mit derart formellen Worten nach allen Regeln der Höflichkeit empfing — ganz so, wie man gewöhnliche vornehme Damen der Gesellschaft begrüßt. Als sie diese Worte hörten, lachten sie deshalb verstohlen und warfen sich vielsagende Blicke zu, und sie waren sehr gespannt zu hören, wie Krsna auf diese Art weiterreden würde. Als Krsna sah, wie sie Ihn so anlächelten, sagte Er: "Meine lieben Freundinnen, wißt ihr nicht, daß es bereits späte Nacht ist und daß es sehr gefährlich ist, um diese Zeit in den Wald zu gehen? Überall lauern wilde Tiere, wie Tiger, Bären, Schakale und Wölfe. Ihr habt euch in eine sehr gefährliche Lage begeben. Nirgendwo gibt es einen Ort, wo ihr euch in Sicherheit bringen könntet; jeden Augenblick könnt ihr auf eines dieser Raubtiere treffen, die auf der Suche nach Beute überall umherstreifen. Ich glaube, daß ihr euch auf etwas sehr Gefährliches eingelassen habt, einfach so mitten in der Nacht hierherzukommen. Ich muß euch deshalb bitten, unverzüglich nach Hause zugehen."

Als Krsna sah, daß die gopis immer noch lächelten, sagte Er: "Ich muß gestehen, daß ihr wirklich überaus hübsch seid mit euren zierlichen, schmalen Taillen." Die gopis, die sich dort um Krsna versammelt hatten, waren tatsächlich von anmutigster Schönheit. Sie werden mit dem Wort sumadhyama beschrieben. Wenn eine Frau eine schmale Taille hat, dann wird diese Art der Schönheit als sumadhyama bezeichnet.

Krsna wollte den gopis zu verstehen geben, daß sie noch nicht alt genug seien, um auf sich selbst achtzugeben. Eigentlich müßten sie ständig behütet werden, und deshalb sei es nicht sehr klug gewesen, mitten in der Nacht zu Ihm zu kommen. Krsna machte auch die Andeutung, daß Er und die Mädchen noch sehr jung seien. "Es schickt sich nicht, daß sich junge Mädchen und Knaben mitten in der Nacht treffen." Als die gopis dies hörten, sahen sie nicht gerade glücklich aus; deshalb betonte Krsna diesen Punkt und führte ihn weiter aus.

"Meine lieben Freundinnen, es ist Mir klar, daß ihr ohne die Erlaubnis eurer Beschützer von zu Hause weggelaufen seid. Eure Mütter, eure Väter, eure älteren Brüder und sogar eure kleinen Söhne, ganz zu schweigen von euren Ehemännern, werden deshalb sehr in Sorge sein. Während ihr hier bei Mir seid, suchen sie gewiß voller Unruhe nach euch, und sie befürchten vielleicht schon Schlimmes. Haltet euch also nicht länger auf, sondern kehrt schnell zu ihnen zurück, so daß sie sich nicht mehr zu ängstigen brauchen." Als die gopis diesen Ratschlag von Krsna hörten, schienen sie ein wenig verwirrt und ärgerlich zu sein, und so ließen sie ihre Blicke abschweifen und betrachteten die Schönheit des Waldes. Der ganze Wald wurde von hellem Mondlicht überflutet, der Wind strich sanft über die blühenden Blumen, und die grünen Blätter der Bäume bewegten sich raschelnd in der leichten Brise. Krsna nutzte diese Gelegenheit und wandte Sich mit einem wohlmeinenden Ton an die gopis, deren Blicke über den Wald wanderten. "Wie Ich sehe, seid ihr hierhergekommen, um in dieser Nacht die Schönheit des Waldes von Vrndavana zubetrachten", sagte Er, "aber nun, wo ihr euren Wunsch erfüllt habt, solltet ihr unverzüglich nach Hause zurückkehren. Ich weiß, daß ihr alle sehr sittsam seid, und deshalb rate Ich euch, da ihr nun die herrliche Atmosphäre des Vrndavana-Waldes ja reichlich genossen habt, nach Hause zurückzukehren und euren Ehemännern treu zudienen. Obwohl ihr so jung seid, haben einige von euch schon Kinder. Ihr habt sie zuvHause zurückgelassen, und sie weinen nun bestimmt. Geht daher bitte schnell nach Hause und stillt sie mit eurer Milch. Ich weiß natürlich, daß ihr große Zuneigung zu Mir empfindet, und aufgrund dieser transzendentalen Zuneigung seid ihr hierher gekommen, als ihr Mich auf Meiner Flöte spielen hörtet. Eure Gefühle der Liebe und Zuneigung zuvMir sind durchaus zu begründen, denn Ich bin die Höchste Persönlichkeit Gottes. Alle Lebewesen sind Meine Teile, und daher ist es nur natürlich, daß sie sich zu Mir hingezogen fühlen. Diese Zuneigung ist also etwas Erfreuliches, und Ich beglückwünsche euch hierzu. Nun könnt ihr nach Hause zurückkehren. Und noch etwas muß Ich euch erklären: Für eine keusche Frau ist es das wichtigste religiöse Prinzip, ihrem Mann ohne Falschheit zu dienen. Eine Frau sollte jedoch nicht nur keusch sein und ihrem Mann treumdienen, sondern sie sollte auch den Freunden ihres Mannes gegenüber freundlich sein, dem Vater und der Mutter ihres Mannes gehorchen und die jüngeren Brüder ihres Mannes zuvorkommend behandeln. Vor allem aber muß sich die Frau um die Kinder kümmern." Auf diese Weise erklärte Krsna die Pflichten einer Frau. Ganz besonders hob er dabei auch hervor, daß die Frauihrem Mann treu dienen muß: "Auch wenn der Mann keinen guten Charakter hat oder wenn er nicht sehr wohlhabend oder vom Glück begünstigt ist und auch wenn er durch fortwährende Krankheit alt und gebrechlich geworden ist —ganz gleich, in welcher Lage sich der Ehemann befindet —, eine Frau sollte sich niemals von ihrem Mann trennen, wenn sie nach dem Verlassen ihres Körpers tatsächlich auf die himmlischen Planeten erhoben werden möchte. Abgesehen davon wird eine Frau, die ihrem Gatten untreu ist und sich einen anderen Mann sucht, von der Gesellschaft als verabscheuungswürdig angesehen. Durch ihr lasterhaftes Verhalten bringt sie sich um die Möglichkeit, auf die himmlischen Planeten erhoben zu werden, und die Folgen ihres Verhaltens sind entwürdigend. Eine verheiratete Frau sollte sich nach keinem Liebhaber sehnen, denn dies wird von den vedischen Lebensprinzipien nicht gebilligt. Wenn ihr aber das Gefühl habt, daß ihr sehr an Mir hängt und daß es euer Wunsch ist, immer mit Mir zusammenzusein, dann rate Ich euch, Meine Gemeinschaft nicht direkt genießen zu wollen. Es ist besser für euch, wenn ihr nach Hause geht und einfach über Mich sprecht und an Mich denkt. Wenn ihr euch auf diese Weise ständig an Mich erinnert und Meine Namen chantet, werdet ihr ohne Zweifel auf die spirituelle Ebene erhoben. Es ist also nicht nötig, bei Mir zubleiben. Kehrt bitte nach Hause zurück."

Die Anweisungen, die die Höchste Persönlichkeit Gottes hier den gopis gab, waren durchaus nicht ironisch gemeint. Jede ehrbare Frau sollte sich diese Anweisungen sehr zu Herzen nehmen. Die Höchste Persönlichkeit Gottes betont hier vor allem die Keuschheit der Frau. Deshalb sollte dieses Prinzip von jeder ernsthaften Frau, die auf eine höhere Lebensstufe erhoben werden möchte, befolgt werden. Krsna ist das Zentrum der Zuneigung aller Lebewesen. Wenn man diese Liebe zu Krsna entwickelt, erhebt man sich über alle vedischen Vorschriften und transzendiert sie. Dies war bei den gopis der Fall, die Krsna von Angesicht zu Angesicht sahen; doch für die Frauen im bedingten materiellen Zustand ist dies nicht möglich. Unglücklicherweise nimmt manchmal ein Scharlatan, der die Philosophie des Monismus, des Einsseins, vertritt, die Rolle von Krsna ein, indem er Krsnas Verhalten gegenüber den gopis nachahmt, und auf unverantwortliche Weise mißbraucht er den rasa-lila zu seinen Zwecken und verführt viele leichtgläubige Frauen unter dem Vorwand spiritueller Erkenntnis. Als Warnung weist Sri Krsna an dieser Stelle darauf hin, daß das, was für die gopis möglich war, für gewöhnliche Frauen nicht möglich ist. Eine Frau kann zwar durch Fortschritt im Krsna-Bewußtsein tatsächlich auf höhere Ebenen gelangen, doch sie sollte sich nicht von Heuchlern und Betrügern verführen lassen, die sich selbst für Krsna ausgeben. Wie Krsna hier Selbst rät, sollte sie ihre hingebungsvollen Tätigkeiten durch Chanten und Meditieren auf Krsna richten. Sie sollte nicht auf die sahajiyas hereinfallen, die heuchlerischen Gottgeweihten, die alles auf die leichte Schulter nehmen.

Als Krsna solche entmutigenden Worte sprach, wurden die gopis sehr traurig, denn sie befürchteten, ihr Wunsch, mit Krsna den rasa-Tanz zu genießen, ginge nicht in Erfüllung. So überkam sie große Betrübnis. Traurig begannen die gopis, schwer zu atmen, und statt Krsna anzuschauen, senkten sie den Blick zu Boden und zeichneten mit ihren Zehen Linien in den Sand. Dabei strömten ihnen schwere Tränen aus den Augen, so daß ihre ganze Schminke weggewaschen wurde. Die Tränen vermischten sich mit dem kunkuma auf ihren Brüsten und fielen schließlich zu Boden. Sie brachten kein Wort über ihre Lippen, und so standen sie einfach schweigend vor Krsna. Durch ihr Schweigen gaben sie Ihm zuverstehen, daß ihre Herzen tief verwundet waren.

Die gopis waren keine gewöhnlichen Frauen. Im Grunde befanden sie sich auf derselben Ebene wie Krsna. Sie sind Seine ewigen Gefährtinnen. Wie in der Brahma-samhita bestätigt wird, sind sie Erweiterungen der Freudenenergie Krsnas, und als solche sind sie nicht verschieden von Ihm. Obwohl Krsnas Worte sie sehr deprimierten, wollten sie Ihm nicht in grobem Ton antworten. Dennoch wollten sie Krsna für Seine herzlosen Worte tadeln, und so begannen sie mit bebender Stimme zu sprechen. Sie brachten es nicht übers Herz, grobe Worte gegen Krsna zurichten, denn Er war ihr Liebstes, ihr ein und alles. Die gopis hatten nur Krsna in ihren Herzen. Sie waren vollkommen hingegebene Seelen, die sich Ihm allein geweiht hatten. Als sie aber solch schmerzliche Worte hörten, versuchten sie natürlicherweise, etwas zu entgegnen, doch ihre Stimmen erstickten in einem Strom von Tränen. Schließlich gelang es ihnen trotzdem, etwas zusagen.

"Krsna", sagten sie, "Du bist so grausam! Du solltest nicht so reden. Wir sind Dir vorbehaltlos hingegebene Seelen. Bitte nimm uns an, und sprich nicht solch quälerische Worte. Natürlich bist Du die Höchste Persönlichkeit Gottes, und Du kannst tun, was immer Dir beliebt; doch es ist Deiner nicht würdig, zu uns so unbarmherzig zusein. Wir haben alles verlassen und sind zu Dir gekommen, um bei Deinen Lotosfüßen Zuflucht zu suchen. Wir wissen, daß Du völlig unabhängig bist und daß Du tun kannst, was Dir beliebt. Wir flehen Dich an, bitte weise uns nicht von Dir. Wir sind Deine Geweihten. Du solltest Dich unserer annehmen, ebenso wie Sri Narayana Sich Seiner Geweihten annimmt. Es gibt viele Geweihte Sri Narayanas, die Ihn verehren, um erlöst zu werden, und Er gewährt ihnen die Erlösung. Wie kannst Du uns also zurückweisen, die wir keine andere Zuflucht kennen als Deine Lotosfüße?"

"O lieber Krsna", fuhren die gopis fort, "Du bist der höchste Lehrer, darüber besteht kein Zweifel. Deine Anweisungen für die Frauen, nämlich dem Ehemann treu zu bleiben, zu den Kindern gütig zu sein, sich um den Haushalt zu kümmern und den älteren Familienangehörigen zu gehorchen, stimmen zweifellos mit allen Grundsätzen der sastras überein. Wir wissen jedoch auch, daß all diese Anweisungen in vollkommener Weise erfüllt werden, wenn man sich unter den Schutz Deiner Lotosfüße begibt. Unsere Ehemänner, Freunde, Kinder und alle übrigen Familienangehörigen sind uns nur deshalb so lieb, weil Du gegenwärtig bist, denn Du bist die Überseele aller Lebewesen. Ohne Deine Gegenwart ist man wertlos. Wenn Du einen Körper verläßt, stirbt dieser Körper sofort, und nach den Anordnungen der sastras muß ein toter Körper so schnell wie möglich in einen Fluß geworfen oder verbrannt werden. Deshalb bist im Grunde Du die liebenswerteste Persönlichkeit dieser Welt. Wenn wir also all unser Vertrauen und all unsere Liebe auf Dich richten, wie könnte man da sagen, daß wir unseren Ehemann, unsere Freunde oder unsere Söhne und Töchter verlieren? Denn wenn eine Frau Dich als den höchsten Gemahl annimmt, dann wird sie, im Gegensatz zum materiellen Leben, ihren Gemahl niemals verlieren. Wenn wir Dich als unseren endgültigen Gemahl annehmen, dann ist es unmöglich, daß es eine Trennung oder Scheidung gibt oder daß wir sogar einmal Witwen werden. Du bist der ewige Gemahl, der ewige Sohn, der ewige Freund und der ewige Meister, und wer in eine Beziehung mit Dir tritt, ist für immer glücklich. Weil Du der Lehrer aller religiösen Prinzipien bist, müssen Deine Lotosfüße das erste Ziel aller Verehrung darstellen. Deshalb heißt es in den sastras: acarya-upasana. 'Die Verehrung Deiner Lotosfüße ist das erste Prinzip.' Dazu kommt noch, daß Du, wie in der Bhagavad-gita bestätigt wird, der einzige Genießer, der einzige Besitzer und der einzige Freund bist. Deshalb sind wir zu Dir gekommen und haben sogenannte Freundschaft, Gesellschaft und Liebe verlassen, und nun bist Du unser Genießer. Mögen wir ewiglich von Dir genossen werden. Sei unser Besitzer, denn das ist Dein natürliches Anrecht, und sei unser höchster Freund, denn das bist Du von Natur aus. Erlaube uns also, Dich zu umarmen, Dich, unseren höchsten Geliebten."

Weiter sagten die gopis zu dem lotosäugigen Krsna: "Bitte entmutige uns nicht in unser langgehegten Sehnsucht, Dich als unseren Gemahl zubekommen. Jeder intelligente Mensch, dem das wahre Selbstinteresse am Herzen liegt, wendet sich auf seiner Suche nach Liebe vertrauensvoll Dir zu. Nur Menschen, die von der äußeren Energie irregeführt sind und sich deshalb mit falschen Vorstellungen zufriedengeben, versuchen, getrennt von Dir das Leben zugenießen. Die sogenannten Ehemänner, Freunde, Söhne, Töchter, Väter und Mütter sind im Grunde nur Quellen materiellen Leids. Niemand wird in der materiellen Welt glücklich, nur weil er einen Vater, eine Mutter, einen Ehepartner, einen Sohn, eine Tochter und viele Freunde hat. Obwohl von den Eltern erwartet wird, daß sie für die Kinder sorgen, gibt es viele Kinder, die darunter leiden, daß sie nicht genügend zu essen bekommen und nicht richtig behütet werden. Es gibt viele gute Ärzte, doch wenn ein Kranker stirbt, kann ihn kein Arzt wieder zum Leben erwecken. Es gibt viele Mittel, um sich zu schützen, doch wenn man vom Schicksal verurteilt ist, kann einem keine Schutzmaßnahme helfen; vielmehr werden all diese sogenannten Schutzmaßnahmen, wenn man nicht von Dir beschützt wird, nur zu Ursachen fortgesetzten Leids. Wir neben Dich daher an, o Herr aller Herren, bitte töte nicht unser langgehegtes Verlangen, Dich als unseren höchsten Gemahl zubekommen."

"Lieber Krsna, als Frauen sind wir gewiß zufrieden, wenn unsere Herzen den Familienangelegenheiten gewidmet sind, doch Du hast unsere Herzen bereits gestohlen, und wir können sie nicht mehr mit Familienangelegenheiten beschäftigen. Du bittest uns immer wieder, nach Hause zurückzukehren, und diese Anweisung ist durchaus angemessen, aber leider stehen wir hier wie gelähmt. Unsere Beine haben nicht die Kraft, sich auch nur einen Schritt von Deinen Lotosfüßen zu entfernen. Und selbst wenn wir auf Deine Bitte hin nach Hause zurückkehren würden, was könnten wir dort tun? Wir sind unfähig, irgend etwas zutun, wenn Du nicht bei uns bist. Statt unsere Herzen wie gewöhnliche Frauen familiären Dingen zuwidmen, haben wir eine andere Art von Lust entwickelt, die wie Feuer in unseren Herzen brennt. Nun bitten wir Dich, lieber Krsna, dieses Feuer mit Deinem liebevollen Lächeln und dem transzendentalen Klang, der von Deinen Lippen ausgeht, zu löschen. Wenn Du uns diese Gunst nicht erweist, werden wir gewiß im Feuer der Trennung verbrennen. Dann werden wir einfach an Dich und Deine Schönheit denken und so den Körper aufgeben. Auf diese Weise, so hoffen wir, wird es uns möglich sein, im nächsten Leben einen Platz bei Deinen Lotosfüßen zu erhalten. Lieber Krsna, falls Du nun sagst, unsere Ehemänner würden, wenn wir nach Hause gingen, die lustvolle Flamme unseres Verlangens löschen, so können wir nur sagen, daß dies nicht mehr möglich ist. Du Selbst hast es herbeigeführt, daß wir nun hier im Wald von Dir genossen werden können, und Du hast schon einmal unsere Brüste berührt, was wir damals als Segnung auffaßten, genauwie es die Glücksgöttinnen taten, die von Dir auf den Vaikunthalokas genossen werden. Seitdem wir diesen transzendentalen Genuß gekostet haben, sind wir nicht mehr daran interessiert, zur Erfüllung unserer Lust zu irgend jemand anderem zugehen als zu Dir. Lieber Krsna, die Lotosfüße der Glücksgöttin werden stets von den Halbgöttern verehrt, obwohl sie auf den Vaikuntha-Planeten immer an Deiner Brust ruht. Sie nahm große Entsagungen und Bußen auf sich, um den Schutz Deiner Lotosfüße zu bekommen, die immer mit tulasi-Blättern geschmückt sind. So verläßt die Glücksgöttin Deine Brust, um Deine Lotosfüße zu verehren, die die wahre Zuflucht all Deiner Diener sind. Wir haben uns nun unter den Staub Deiner Füße geflüchtet; bitte weise uns nicht von Dir, denn wir sind Dir völlig ergebene Seelen.

Lieber Krsna, Du wirst auch Hari genannt. Du beseitigst die Leiden aller Lebewesen, besonders derjenigen, die die Anhaftung an ihr Heim und ihre Familie aufgegeben und sich vollkommen Dir anvertraut haben. Wir haben unsere Familien einzig und allein mit der Hoffnung verlassen, unser Leben bedingungslos Deinem Dienst zu weihen und hinzugeben. Wir bitten einfach nur darum, Deine Dienerinnen sein zu dürfen. Niemals ist es unsere Bitte, Du mögest uns heiraten und als Deine Ehefrauen annehmen. Nein, laß uns einfach Deine Dienerinnen sein. Da Du die Höchste Persönlichkeit Gottes bist und es liebst, den parakiya-rasa zu genießen, und da Du als transzendentaler Frauenliebhaber berühmt bist, sind wir gekommen, um Deine transzendentalen Wünsche zu befriedigen. Wir sind auch wegen unserer eigenen Befriedigung gekommen, denn ein einziger Blick auf Dein lächelndes Gesicht genügte, daß in uns eine große Lust wach wurde. Wir sind in unseren schönsten Kleidern und unserem besten Schmuck zu Dir gekommen, doch solange Du uns nicht umarmst, bleiben all unsere Kleider und unsere Schönheit unvollkommen. Du bist die Höchste Person, und wenn Du unseren Versuch, schön auszusehen, als der purusa-bhusana, ,das männliche Schmuckstück', vervollständigst, werden all unsere Wünsche erfüllt, und dann erst wird unser Schmuck und unsere Schönheit vollkommen sein.

Lieber Krsna, wir waren einfach bezaubert, als wir Dich mit tilaka und Ohrringen sahen, und Dein unbeschreiblich schönes Gesicht und Deine Locken, die Dir ins Gesicht wehten, sowie Dein außergewöhnliches Lächeln haben uns erobert. Darüber hinaus fühlen wir uns auch zu Deinen Armen hingezogen, die allen ergebenen Seelen stets Geborgenheit gewähren. Und obwohl wir uns auch zu Deiner Brust hingezogen fühlen, an der stets die Glücksgöttin ruht, hegen wir nicht den Wunsch, ihren Platz einzunehmen. Wir sind schon zufrieden, einfach Deine Dienerinnen sein zudürfen. Solltest Du uns jedoch vorwerfen, wir würden uns der Prostitution preisgeben, so können wir nur fragen: Wo in den drei Welten ist die Frau zu finden, die Deiner Schönheit und den rhythmischen Melodien Deiner Flöte nicht erliegt? In diesen drei Welten gibt es in Beziehung zu Dir keinen Unterschied zwischen Mann und Frau, denn sie alle gehören zu Deiner marginalen Energie, der prakrti. In Wirklichkeit ist niemand der Genießer, das heißt, niemand ist männlich; jeder ist dazu bestimmt, von Dir genossen zuwerden. In allen drei Welten gibt es keine Frau, die es vermeiden könnte, vom Pfad der Keuschheit abzuweichen, wenn sie sich einmal zu Dir hingezogen fühlt, denn Deine Schönheit ist so erhaben, daß nicht nur die Männer und Frauen, sondern auch die Kühe, Vögel, Waldtiere und selbst die Bäume, Früchte und Blumen — einfach alles und jeder — bezaubert werden; um wieviel mehr also wir? Es steht jedoch fest, daß Du hier in Vrndavana erschienen bist, um die Einwohner vor allen Nöten zu beschützen, genau wie Sri Visnu immer die Halbgötter beschützt, wenn die Dämonen angreifen. O lieber Freund der Leidenden, sei so gütig und lege Deine Hände auf unsere heißen Brüste und auf unsere Köpfe, denn wir haben uns Dir als Deine ewigen Dienerinnen hingegeben. Solltest Du jedoch befürchten, daß Deine lotosgleichen Hände zu Asche verbrannt würden, wenn Du sie auf unsere glühenden Brüste legst, dann laß uns Dir versichern, daß Deine Hände Freude statt Schmerz empfinden werden, ebenso wie die Lotosblumen, obwohl sie sehr zart und sanft sind, die glühende Hitze der Sonne genießen."

Als der Herr, die Höchste Persönlichkeit Gottes, die sehnsüchtigen Bitten der gopis hörte, lächelte Er, und da Er den gopis sehr gütig gesinnt war, begann Er, obwohl Er völlig in Sich Selbst zufrieden ist, sie zu umarmen und zu küssen, ganz wie es ihr Wunsch war. Als Krsna den gopis lächelnd in die Augen blickte, nahm die Schönheit ihrer Gesichter um ein Hundertfaches zu. Als Er Sich so in ihrer Mitte mit ihnen vergnügte, sah Er aus wie der Vollmond, der von Millionen funkelnder Sterne umgeben wird. Die Höchste Persönlichkeit Gottes, umschwärmt von Hunderten von gopis und bekränzt mit einer farbenprächtigen Blumengirlande, zog durch den Wald von Vrndavana, wobei Er manchmal allein für Sich Selbst sang und manchmal zusammen mit den gopis. Auf diese Weise erreichten der Herr und die gopis das kühle, sandige Ufer der Yamuna, wo viele Lilien und Lotosblumen standen, und in dieser transzendentalen Atmosphäre begannen die gopis und Krsna ihr Zusammensein zu genießen. Während sie am Ufer der Yamuna entlangschlenderten, legte Krsna zuweilen Seinen Arm um den Hals, die Brüste oder die Hüfte einer gopi, oder sie vergnügten sich miteinander, indem sie sich kniffen, miteinander scherzten und sich in die Augen schauten. Wenn Krsna ihren Körper berührte, fühlten die gopis, wie ihre Lust, Ihn zuumarmen, noch mehr zunahm. Sie alle genossen diese Spiele. Die gopis waren von der Höchsten Persönlichkeit Gottes mit aller Barmherzigkeit gesegnet worden, da sie sich Seiner Gemeinschaft ohne eine Spur weltlicher Sexualität erfreuten.

Die gopis jedoch fühlten sich schon nach kurzer Zeit sehr stolz und hielten sich für die glücklichsten Frauen im Universum, da sie das Glück hatten, mit Krsna zusammenzusein. Krsna jedoch, der auch Kesava genannt wird, erkannte sogleich ihren Stolz, der entstanden war, weil sie die große Gunst erhalten hatten, Seine persönliche Gemeinschaft zu genießen, und so verschwand Er vom Schauplatz — in der Absicht, ihnen Seine grundlose Barmherzigkeit zu erweisen und ihnen den falschen Stolz zu nehmen. Damit zeigte Er zugleich Seine transzendentale Fülle der Entsagung. Die Höchste Persönlichkeit Gottes besitzt immer alle sechs Arten von Füllen in Vollkommenheit, und bei dieser Gelegenheit offenbarte Er Seine Fülle der Entsagung. Diese Entsagung bestätigt Krsnas völlige Freiheit von aller Anhaftung. Er ist immer in Sich Selbst zufrieden und somit von nichts abhängig. Das ist die Ebene, auf der diese transzendentalen Spiele stattfinden.

Hiermit enden die Bhaktivedanta-Erläuterungen zum 29. Kapitel des Krsna-Buches: "Der rasa-Tanz: Einführung".