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Die Transzendentalen Spiele Sri Krishnas
Von Seiner Heiligkeit A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada

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72. Kapitel: Sri Krsnas Rückkehr nach Hastinapura


Die Könige und Fürsten, die Sri Krsna nach Jarasandhas Tod befreite, waren Herrscher über verschiedene Teile der Welt gewesen. Die Zahl all dieser Könige und Fürsten, die von Jarasandhas militärischer Macht unterworfen worden waren, belief sich insgesamt auf 20.800. Für lange Zeit waren sie in einer Berghöhle, die zu einer Festung ausgebaut worden war, gefangengehalten worden, und als sie schließlich durch Sri Krsnas Gnade befreit wurden, sahen sie alle sehr unglücklich aus; ihre Kleidung war dürftig, und aufgrund der mangelnden Pflege und Versorgung waren ihre Wangen eingefallen. Der beständige Hunger hatte sie sehr geschwächt, und aus ihren Gesichtern war alle Schönheit und alle Ausstrahlung gewichen. Durch die lange Gefangenschaft waren sie körperlich völlig ermattet und krank. Doch obwohl sie solches Elend erleiden mußten, hatte sich ihnen die Gelegenheit geboten, an die Höchste Persönlichkeit Gottes, Visnu, zu denken.

Nun war es ihnen vergönnt, Sri Krsnas transzendentalen Körper vor sich zu sehen, dessen Tönung der Farbe einer Wolke glich, die sich frisch am Himmel gebildet hat. Er war in prachtvolle Gewänder aus gelber Seide gekleidet, und Er erschien mit vier Armen wie Visnu, der die vier Symbole - Keule, Muschelhorn, Feuerrad und Lotosblume - trägt. Seine Brust zeichneten goldene Linien, und Seine Brustspitzen glichen dem Zentrum einer Lotosblume. Seine Augen sahen länglich aus wie die Blütenblätter einer Lotosblume, und Sein lächelndes Antlitz war der Inbegriff ewigen Friedens und Reichtums. Er trug kunstvolle Ohrringe, die hell funkelten, und Sein Helm war mit kostbaren Juwelen besetzt. Die Perlenhalskette des Herrn und die Reife und Schmuckbänder, die sich auf Seinen Hand- und Fußgelenken befanden, erstrahlten alle in transzendentaler Schönheit. Das Kaustubha-Juwel auf der Brust des Herrn funkelte hell, und Er trug eine wunderschöne Blumengirlande. Als die Könige und Prinzen, die so viel Leid hatten durchstehen müssen, Sri Krsna sahen, der in Seiner vollkommenen transzendentalen Schönheit vor ihnen erschienen war, betrachteten sie Ihn zu ihrer vollsten Zufriedenheit, und es war, als tränken sie durch ihre Augen Nektar und leckten mit ihren Zungen Seinen Körper, als atmeten sie den Duft Seines Körpers ein und schlössen Ihn in die Arme. Allein dadurch, daß sie vor der Höchsten Persönlichkeit Gottes standen, wurden sie von allen Reaktionen auf sündhafte Handlungen reingewaschen, und deshalb ergaben sie sich rückhaltlos den Lotosfüßen des Herrn. In der Bhagavad-gita wird erklärt, daß man sich den Lotosfüßen des Herrn nicht völlig hingeben kann, wenn man nicht von allen sündhaften Reaktionen befreit ist. All die Fürsten, die Sri Krsna zu Gesicht bekamen, vergaßen sofort ihre vergangenen Leiden, und mit gefalteten Händen brachten sie Sri Krsna voller Hingabe Gebete dar.

"Lieber Herr, o Höchste Persönlichkeit Gottes, Meister aller Halbgötter, Du kannst Deine Geweihten auf der Stelle von allem Leid befreien, da sie Dir völlig ergeben sind. O Sri Krsna, o unvergänglicher Gott, der Du voll transzendentaler Glückseligkeit und transzendentalen Wissens bist, Du bist ewig, und wir bringen Deinen Lotosfüßen unsere achtungsvollen Ehrerbietungen dar. Durch Deine grundlose Barmherzigkeit nur wurden wir aus Jarasandhas Gewalt befreit, und nun bitten wir Dich, uns aus der Gewalt der illusionierenden Energie des materiellen Daseins zu befreien. Bitte bereite dem Kreislauf unserer fortgesetzten Geburten und Tode ein Ende. Wir haben das leidvolle materielle Dasein zur Genüge erfahren, und da wir nun seine Bitterkeit gekostet haben, suchen wir bei Deinen Lotosfüßen Zuflucht. Lieber Herr, o Töter des Dämons Madhu, wir sind uns jetzt darüber im klaren, daß uns Jarasandha letztlich kein Unrecht zufügte, als er uns einsperrte. Im Grunde haben wir durch Deine grundlose Barmherzigkeit unsere Königreiche verloren, denn wir waren sehr stolz geworden, uns Herrscher und Könige nennen zu können. Jeder König und jeder Herrscher, der aufgrund seines Ansehens und seiner Macht eingebildet ist, bekommt niemals die Möglichkeit, seine wesenseigene Stellung und sein ewiges Leben zu erkennen. Solch törichte Könige und Herrscher werden unmäßig stolz auf ihre Stellung, weil sie unter dem Einfluß Deiner illusionierenden Energie stehen; sie gleichen den Narren, die eine Fata Morgana in der Wüste für eine wirkliche Oase halten. Törichte Menschen glauben, ihre materiellen Güter könnten sie beschützen, und diejenigen, die der Sinnenbefriedigung verfallen sind, bilden sich irrtümlich ein, die materielle Welt sei ein Ort, an dem sie ewig genießen könnten. O Herr, o Höchste Persönlichkeit Gottes, wir müssen gestehen, daß wir alle, bevor wir in Gefangenschaft gerieten, unserer materiellen Reichtümer wegen selbstherrlich waren. Weil wir uns gegenseitig beneideten und weil einer den anderen niederzwingen wollte, kämpften wir miteinander um die Vorherrschaft, und das sogar auf Kosten der Leben vieler Bürger."

Das ist die Krankheit der politischen Macht. Sobald ein König oder eine Nation zu materiellem Reichtum kommt, wollen sie andere Nationen durch militärische Aggressionen unterwerfen und beherrschen. Ebenso streben Geschäftsleute nach dem Monopol über einen bestimmten Wirtschaftszweig, um so die Konkurrenz beherrschen zu können. Völlig entartet durch materielles Geltungsbewußtsein und verblendet durch materielle Reichtümer, verursacht die menschliche Gesellschaft, statt sich um Krsna-Bewußtsein zu bemühen, nur Unheil und macht ein friedliches Leben unmöglich. Dabei vergessen die Menschen den eigentlichen Sinn des Lebens, nämlich die Gunst Sri Visnus, der Höchsten Persönlichkeit Gottes, zu erlangen.

Die Könige fuhren fort: "O Herr, einfach nur um unsere politischen Launen zu befriedigen, haben wir auf skrupellose Weise den Tod so vieler Bürger verursacht und sie dazu angestachelt, sich unnötig töten zu lassen. Wir dachten niemals daran, daß Du, o Herr, immer in Form des grausamen Todes vor uns gegenwärtig bist. Wir waren in unserer Torheit so verblendet, daß wir andere in den Tod führten, dabei aber vergaßen, daß uns selbst der Tod bevorsteht. Doch, o Herr, vor der Vergeltung durch die Zeit, die Dein Repräsentant ist, gibt es kein Entrinnen. Der Zeitfaktor ist so mächtig, daß niemand seinem Einfluß entkommen kann. So wurden auch wir jetzt von den Folgen unserer Schandtaten eingeholt, und aller Reichtümer beraubt, stehen wir vor Dir wie Straßenbettler. Wir sind hingegen überzeugt, daß unsere Lage auf Deine reine, grundlose Barmherzigkeit zurückzuführen ist, denn jetzt erkennen wir, wie unberechtigt unser Stolz war und wie schnell uns materieller Reichtum genommen werden kann, wenn dies Dein Wille ist. Allein durch Deine grundlose Barmherzigkeit ist es uns nun vergönnt, an Deine Lotosfüße zu denken, und dies ist der größte Gewinn, den man sich vorstellen kann. Lieber Herr, wie jeder weiß, ist der Körper nichts anderes als eine Brutstätte von Krankheiten. Wir sind nun alt geworden und können nicht mehr auf unsere Körperkraft stolz sein; ja, statt dessen sehen wir, daß wir von Tag zu Tag schwächer werden. Wir haben deshalb unser Interesse an der Sinnenbefriedigung und an der falschen Freude, die man durch den materiellen Körper erhält, verloren. Durch Deine Gnade haben wir nun begriffen, daß das Streben nach materiellem Glück genau wie die Suche nach Wasser in einer Fata Morgana ist. Wir trachten nicht einmal mehr nach den Ergebnissen unserer frommen Tätigkeiten, wie zum Beispiel unserer Opferzeremonien, durch die wir auf die himmlischen Planeten erhoben werden wollten. Das Erreichen der himmlischen Planeten mit ihrem hohen materiellen Lebensstandard mag zwar sehr verlockend aussehen, doch wir können nun verstehen, daß in Wahrheit in der materiellen Welt kein Glück zu finden ist. Wir beten zu Dir, o Herr, uns gütigerweise wissen zu lassen, wie wir uns im transzendentalen Dienst Deiner Lotosfüße beschäftigen können, so daß wir nie mehr unsere ewige Beziehung zu Dir vergessen. Wir wünschen uns nicht, aus der Verstrickung des materiellen Daseins befreit zu werden. Es kümmert uns nicht, in welchen Lebensformen wir durch Deinen Willen geboren werden; das einzige, worum wir beten, ist, daß wir niemals und unter keinen Umständen Deine Lotosfüße vergessen. O Herr, wir ergeben uns Deinen Lotosfüßen und bringen Dir unsere achtungsvollen Ehrerbietungen dar, denn Du bist der Höchste Herr, die Persönlichkeit Gottes, Krsna, der Sohn Vasudevas. Du weilst als Überseele im Herzen aller Lebewesen, und Du bist Sri Hari, der alle leidvollen Lebensumstände des materiellen Daseins beseitigen kann. Lieber Herr, Dein Name ist Govinda, der Quell aller Freude. Wer sich damit beschäftigt, Deine Sinne zufriedenzustellen, stellt gleichzeitig auch seine eigenen Sinne zufrieden, und deshalb bist Du als Govinda bekannt. Lieber Herr, Du besitzt ewigen Ruhm, weil Du allen Leiden Deiner Geweihten ein Ende bereiten kannst. Nimm uns daher gütigerweise als Deine Dir ergebenen Diener an."

Nachdem Sri Krsna, der der ewige Beschützer der ergebenen Seelen und der Ozean der Barmherzigkeit für Seine Geweihten ist, die Gebete der aus Jarasandhas Gefängnis befreiten Könige vernommen hatte, antwortete Er mit Seiner lieblichen transzendentalen Stimme, die ernst und bedeutungsvoll klang. "Meine lieben Könige", sagte Er, "Ich gewähre euch Meine Segnungen. Von heute an werdet ihr ohne Fehl in Meinem hingebungsvollen Dienst verankert sein. Gemäß eurem Wunsch gewähre Ich euch diese Segnung. Wie ihr wißt, weile Ich als Überseele in eurem Herzen, und weil ihr nun euren Blick auf Mich gerichtet habt, werde Ich, der Meister eines jeden, euch immer gute Ratschläge geben, auf daß ihr Mich niemals vergeßt und so auf dem Pfad zurück nach Hause, zurück zu Gott, allmählich fortschreitet. Meine lieben Könige, euer Entschluß, jeden Wunsch nach materiellem Genuß aufzugeben und euch statt dessen Meinem hingebungsvollen Dienst zuzuwenden, ist zweifellos ein Zeichen dafür, daß ihr vom Glück sehr begünstigt seid. Von nun an werdet ihr mit einem Leben der Glückseligkeit gesegnet sein. Alles, was ihr in euren Gebeten über Mich gesagt habt, entspricht der Wahrheit und findet Meine Zustimmung. Es ist eine Tatsache, daß materielle Reichtümer jemanden, der nicht völlig Krsna-bewußt ist, zu Fall bringen, so daß er der illusionierenden Energie zum Opfer fällt. In der Vergangenheit hat es viele rebellische Könige gegeben, wie Haihaya, Nahusa, Vena, Ravana und Narakasura. Einige von ihnen waren Halbgötter, und einige waren Dämonen, doch weil sie alle eine falsche Auffassung über ihre Stellung hatten, verloren sie ihre Macht und konnten nicht mehr König ihres Reiches sein."

"Ihr alle, die ihr der Gewalt des bedingten Lebens ausgeliefert seid, müßt verstehen, daß alles Materielle einen Anfang hat, wächst, eine Zeitlang bestehenbleibt, sich erweitert, zerfällt und schließlich verschwindet. Alle materiellen Körper sind diesen sechs Stadien der Bedingtheit unterworfen, und alle relativen Errungenschaften, die man sich mit dem Körper aneignet, werden ebenfalls ohne Ausnahme ihre Vernichtung finden. Daher sollte niemand an vergänglichen Dingen hängen. Das Lebewesen, das sich in einem materiellen Körper befindet, sollte in dieser Welt sehr vorsichtig sein. Die vollkommenste Weise, in der materiellen Welt zu leben, besteht darin, sich einfach Meinem transzenden- talen liebevollen Dienst zu widmen und gewissenhaft die Pflichten zu erfüllen, die einem gemäß seiner jeweiligen Stellung vorgeschrieben sind. Was euch betrifft, so gehört ihr ksatriya-Familien an. Deshalb solltet ihr ein rechtschaffenes Leben führen und all die Pflichten erfüllen, die dem königlichen Stand auferlegt sind, und ihr solltet dafür sorgen, daß eure Bürger in jeder Hinsicht glücklich sind. Haltet euch auf vorbildliche Weise an die Regeln des ksatriya-Lebens. Zeugt nicht aus bloßer Sinnenbefriedigung Kinder, und handelt immer zum Wohl der Menschheit. Jeder wird in der materiellen Welt aufgrund der unreinen Wünsche seines vorherigen Lebens geboren und unterliegt deshalb den strengen Gesetzen der Natur, wie Geburt und Tod, Glück und Leid, Gewinn und Verlust."

"Man sollte sich jedoch nicht von Dualität verwirren lassen, sondern immer fest in Meinem hingebungsvollen Dienst verankert sein und die Sicht haben, daß alles, was einem begegnet, von Mir gegeben wird. Auf diese Weise sollte man unter allen Umständen innerlich ausgeglichen und zufrieden sein. Niemals sollte man sich vom hingebungsvollen Dienst abbringen lassen. Auf diese Weise kann man ein glückliches und friedvolles Leben führen, selbst in dieser Welt der materiellen Bedingtheit. Mit anderen Worten, man sollte dem materiellen Körper gegenüber und dem, was er erzeugt, gleichgültig sein und sich niemals von ihm beeinflussen lassen. Man sollte in den Tätigkeiten, die für den Nutzen der spirituellen Seele bestimmt sind, vollkommene Zufriedenheit finden und sich im Dienst der Überseele beschäftigen. Man sollte seine Gedanken nur mit Mir beschäftigen; man sollte einfach Mein Geweihter werden, einfach Mich verehren und Mir allein achtungsvolle Ehrerbietungen darbringen. Auf diese Weise kann man sehr leicht den Ozean der Unwissenheit überqueren und am Ende zu Mir zurückkehren. Weiht also euer ganzes Leben Meinem Dienst."

Nachdem Sri Krsna den Königen und Fürsten diese Unterweisungen erteilt hatte, wies Er sogleich viele Diener und Dienerinnen an, sich um ihr Wohl zu kümmern. Dann trug Er Sahadeva, dem Sohn Jarasandhas, auf, die Könige mit allen Notwendigkeiten zu versorgen und ihnen alle Achtung und Ehre zu erweisen. Sahadeva kam Sri Krsnas Befehl ohne zu zögern nach und erwies den Königen alle Ehre und überreichte ihnen Schmuck, Gewänder, Blumengirlanden und viele andere Gaben. Als die Könige gebadet und sich neu gekleidet hatten, boten sie alle einen sehr glücklichen und edlen Anblick. Dann wurde ihnen eine Vielfalt von wohlschmeckenden Speisen angeboten. So sorgte Sri Krsna in jeder Hinsicht für ihr Wohlergehen, wie es ihrer Stellung als Könige entsprach. Da sie von Sri Krsna so barmherzig behandelt wurden, waren sie überglücklich, und ihre Gesichter erstrahlten hell wie die Sterne am Ende der Regenzeit. Alle waren prächtig gekleidet und geschmückt und trugen glitzernde Ohrringe. So wurde ein jeder von ihnen zu einem mit Gold und Juwelen verzierten Wagen geleitet, und die Pferde, die davorgespannt waren, trugen ebenfalls kunstvollen Schmuck. Nachdem Sich Sri Krsna davon überzeugt hatte, daß sie alle wohlversorgt waren, forderte Er sie mit freundlichen Worten auf, in ihre Königreiche zurückzukehren. Mit diesem großmütigen Verhalten, das in der Weltgeschichte einzigartig dasteht, erfreute Sri Krsna all die Könige, die sich in Jarasandhas Gewalt befunden hatten, und die Könige ihrerseits begannen voller Zufriedenheit, Seinen heiligen Namen zu chanten, über Seine heilige Gestalt zu meditieren und Seine transzendentalen Spiele als die Höchste Persönlichkeit Gottes zu lobpreisen. In diese hingebungsvollen Tätigkeiten vertieft, kehrten sie alle in ihre Königreiche zurück, wo sie von den Bürgern mit großer Freude empfangen wurden, und als die Bürger dazu noch erfuhren, wie großmütig Sich Sri Krsna verhalten hatte, kannte ihre Glückseligkeit keine Grenzen. Von da an regelten die Könige die Angelegenheiten in ihren Ländern genauso, wie es Krsna angeordnet hatte, und sie alle verbrachten zusammen mit ihren Untertanen glückliche Zeiten.

Dies ist ein lebendiges Beispiel für eine Krsna-bewußte Gesellschaft. Wenn die Menschen der Welt die ganze Gesellschaft entsprechend den materiellen Eigenschaften jedes einzelnen in vier Klassen unterteilen, die sowohl dem materiellen als auch dem spirituellen Fortschritt dienen, und wenn sie Krsna zum Zentrum ihres Lebens machen und den Anweisungen Krsnas, wie sie in der Bhagavad-gita gegeben werden, folgen, dann wird die ganze Menschheit zweifellos glücklich werden. Das ist die Lehre, die wir aus dieser Begebenheit ziehen müssen.

Nachdem Sri Krsna Jarasandha von Bhimasena hatte töten lassen und nachdem Er von Sahadeva, dem Sohn Jarasandhas, gebührend verehrt worden war, kehrte Er zusammen mit Bhimasena und Arjuna nach Hastinapura zurück. Als sie die Grenzen Hastinapuras erreichten, bliesen sie in ihre Muschelhörner, und die Bürger, die bei diesem Klang sogleich wußten, wer gekommen war, brachen in großen Jubel aus - mit Ausnahme von Krsnas Feinden, die beim Erschallen dieser Muschelhörner beklommen schwiegen. Die Bürger von Indraprastha aber verspürten in ihrem Herzen eine überwältigende Freude, einfach nur, weil sie Krsnas Muschelhorn hörten, denn dies bedeutete für sie, daß Jarasandha tot war. Nun stand der Durchführung von König Yudhisthiras rajasuya-Opfer nichts mehr im Wege. Bhimasena, Arjuna und Krsna, die Höchste Persönlichkeit Gottes, traten vor König Yudhisthira und brachten ihm ihre Ehrerbietungen dar, und der König hörte ihnen aufmerksam zu, als sie ihm den Tod Jarasandhas und die Befreiung der Könige schilderten. Ebenso ließ er sich in jeder Einzelheit erzählen, welche Taktik Krsna ersonnen hatte, um Jarasandha zu töten. Der König fühlte sich bereits spontan zu Krsna hingezogen, doch nachdem er all diese Schilderungen vernommen hatte, fesselte ihn noch größere Liebe an Krsna. Tränen der Ekstase rollten aus Seinen Augen, und er war so bewegt, daß ihm fast die Stimme versagte.

Hiermit enden die Bhaktivedanta-Erläuterungen zum 72. Kapitel des Krsna-Buches: "Sri Krsnas Rückkehr nach Hastinapura".